8. September 2010
September 2010
Mi., 15. September 19.30 Uhr „Das Volkskundemuseum, nicht nur ein Juwel in der Josefstadt. Droht der multikulturelle Einheitsbrei?“ mit NAbg. Mag. Heidemarie Unterreiner. Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem KV Josefstadt „Robert Hamerling“
Sa., 18. September Deutschsprachige Autoren aus Temeschwar in Wien
14.30 Uhr Expertendiskussion zur Lage der der deutschen Gegenwartsliteratur in Rumänien
18 Uhr Autorenlesung
Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Deutschen Weltallianz – DWA/GWA
Mi., 29. September 19.30 Uhr „Die ÖBB und der öffentliche Verkehr in Österreich aus Kundensicht“ mit Gerhard Sailer
29. August 2010
Brasiliens Bundesstaat Santa Catarina hat große Bedeutung für die derzeitige Debatte in der österreichischen Innenpolitik: Denn die kleine brasilianische Gemeinde Dreizehnlinden (Treze Tilias) wird von Bürgern mit Doppelstaatsbürgerschaft Brasilien/Österreich bewohnt. Sie sind Nachkommen der Tiroler Auswanderer und haben ihre Bindung an die alte Heimat nie aufgegeben.
Und Südtirol? Südtiroler haben nur eine Staatsbürgerschaft, die italienische. Sind sie weniger mit Österreich verbunden als ihre brasilianischen Zeitgenossen? Wohl kaum. Zeit wird es, dem brasilianischen Vorbild zu folgen. Siegfried Brugger, Parlamentsabgeordneter und ehem. SVP-Obmann ist „absolut für die Doppelstaatsbürgerschaft“ („Dolomiten“ 25/11/2009), sie würde „zusätzliche Bindung zu Österreich schaffen. (…) Und grundsätzlich ist ja alles positiv, was Bindung zu Österreich, zum Heimatland, schafft,“ meint ÖVP-Südtirolsprecher Hermann Gahr dazu.
In die innenpolitische Debatte wurde die Doppelstaatsbürgerschaft für Südtiroler bereits 2008 eingebracht, doch erst jetzt beherrscht das Thema die Südtiroler Landespolitik. Die Österreichische Landsmannschaft, die sowohl in Dreizehnlinden als auch in Südtirol tätig war und ist, ruft die österreichischen Politiker auf, klar Stellung für die Doppelstaatsbürgerschaft zu beziehen. Der Ball liegt in Wien, und nicht in Bozen oder Rom. Die doppelte Staatsbürgerschaft ist eine innerstaatliche Angelegenheit Österreichs und rechtlich möglich, es ist „nur“ eine politische Frage. Eine Frage von Mut, Bekenntnis und Verbundenheit.
Nun hat eine Südtiroler Bürgerinitiative eine Unterschriftenaktion aufgelegt, die die Bevölkerung und die Politik für das Thema der doppelten Staatsbürgerschaft sensibilisieren und begeistern soll. Hier kann die Unterschriftenliste heruntergeladen werden.
28. Juni 2010
Die in der Heimat verbliebenen Altösterreicher Deutscher Muttersprache konnten sich trotz der Jahrzehnte andauernden unterdrückenden kommunistischen Herrschaft einen gewissen Teil ihrer kulturellen Wesensart bewahren. „Nun gilt es für die Republik Österreich, sich ihrer anzunehmen und für den Fortbestand der so wichtigen kulturellen Vielfalt in Europa Verantwortung zu übernehmen“, heißt es in der nachstehenden Entschließung der kürzlich am Schulvereinstag der Österreichischen Landsmannschaft in Wien teilnehmenden Volksgruppenvertreter aus Ungarn, Kroatien, Serbien, Polen, der Slowakei, der Ukraine und Südtirols. Das von ihnen unterzeichnete „Wiener Papier“ wurde allen Vertretern der Republik übermittelt und fordert vor allem eine zukunftsorientierte „Sprachoffensive“.
Gemeinsame Erklärung
Die deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie konnten auch nach den bis in die Gegenwart belastenden, unverzeihlichen und unmenschlichen Greueltaten im Zweiten Weltkrieg und den darauffolgenden Jahrzehnten der Kollektivschuldzuweisung, Vertreibung, Verfolgung und des Assimilationsdrucks bis heute großteils überleben. Die historischen Ereignisse der letzten zwanzig Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs, der nach der Wende begonnene demokratische Entwicklungsprozeß in den ehemaligen kommunistischen Staaten, das zusammenwachsende Europa, die sich erweiternde Europäische Union mit ihren Institutionen lassen auf ein Umdenken in der Volksgruppenpolitik hoffen. Dieses Umdenken besteht darin, daß man sich seiner historischen Verantwortung sowohl gegenüber den Volksgruppen im eigenen Staat, wie auch gegenüber der eigenen Volksgruppe in anderen Staaten stellt.
Die deutschen Volksgruppen in der ehemaligen Donaumonarchie sehen das tragende Element für ihren weiteren Fortbestand in der Erhaltung und Pflege der deutschen Sprache. Die deutsche Sprache verbindet alle Zugehörigen der deutschen Volksgruppe über die von der Politik künstlich gezogenen Grenzen hinweg. Sie bedeutet unsere eigene, aber auch gemeinsame Heimat, sie prägt unsere eigene, aber auch gemeinsame Identität; kurz: Mit der deutschen Sprache ist unsere Zukunft untrennbar verbunden.
Die Vertreter der deutschen Volksgruppen sind in ihren Ländern heute voll eingebunden und loyale Staatsbürger. Sie nutzen den vom jeweiligen Staat gegebenen, von Land zu Land unterschiedlichen gesetzlichen Rahmen vor allem dazu, den weiteren Fortbestand der Volksgruppe zu sichern: einen deutschsprachigen Bildungsweg vom Kindergarten an über die Schulausbildung hinaus bis hin zum Hochschulabschluß zu ermöglichen und auch die älteren Menschen sprachlich zu betreuen.
Will Österreich seiner diesbezüglichen Verantwortung nachkommen, wird es den deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie allem voran bei der Erhaltung der deutschen Sprache Hilfestellung leisten müssen. Welche Form diese Hilfestellung auch annehmen mag, sie muß immer die Sprachförderung zum Inhalt haben. Die deutsche Sprache ist für die Verbliebenen ein unverzichtbares Gut, sie ist wesentlich mehr als ein Kommunikationsmittel, sie ist Ausdruck des Selbstverständnisses und der Zusammengehörigkeit mit den Sprachverwandten in den Herkunftsländern.
Es müssen daher Maßnahmen ergriffen werden, die eine umfassende, zukunftsorientierte „Sprachoffensive“ garantieren. Mit Hilfe von „Bildungsbausteinen“ soll die deutsche Sprache vom Kindergartenalter bis zum alten Menschen nachhaltig gefördert werden.
Die Vertreter der deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen Donaumonarchie ersuchen daher die politischen Verantwortungsträger der Republik Österreich, diesen Zielsetzungen entsprechende Verwirklichungsschritte einzuleiten. ÖLM-PD, Juni 2010
Nach der diesjährigen Fahrt durch das romantische Plattenseegebiet, durch Südungarn und die mittelungarischen Pustalandschaft besuchen wir 2010 Nordungarn, Esztergom/Gran, die ungarische Metropole Budapest, Gödöllö und Tokaj. Schließlich nehmen wir am Fest der Nationalitäten in Ratka teil.
1. Tag: Abfahrt um 7,30 h mit Komfortbus in Wien nach Esztergom, zu deutsch Gran. Esztergom war einst Residenzstadt und besitzt einen großartigen Dom, der 1856 im Beisein von Kaiser Franz Josef I. und unter den Klängen der „Graner Messe“ von Franz Liszt feierlich eingeweiht wurde. Eindrucksvoll sind auch die Bakócz-Grabkapelle und der Königspalast. Wir besuchen den Ungarndeutschen Schulverein Csolnok und fahren dann weiter nach Gödöllö, das durch Kaiserin Elisabeth Berühmtheit erlangte.
2. Tag: Fahrt nach Eger/Erlau, bekannt durch das Erlauer Stierblut, einem feurigen vollmundigen Rotwein. Eger kann aber auch mit großartiger Barockarchitektur aufwarten, ist Bischofssitz und verfügt auf einer (weiterlesen…)
10. Juni 2010
Winfried Schuberth: Die Entwicklung der EU – vom Staatenbund zum Bundesstaat. Eckartschrift 199, 112 Seiten, mit vielen Bildern, Organigrammen und einer ganzseitigen Tabelle als Anhang. € 8,20
Die Eckartschrift besteht aus insgesamt vier Teilen:
- einem Bericht zur derzeitigen Situation der EU-Länder aus österreichischer Sicht, 15 Jahre nach Österreichs Beitritt;
- einer detaillierten Beschreibung der historischen Entwicklung der europäischen Einheitsbestrebungen von der Montanunion (EGKS) über die EWG und EG zur EU, wie sie sich heute darstellt;
- einer ebenso detaillierte Beschreibung der Beitrittsverhandlungen Österreichs sowie der Berichterstattung darüber an die österreichische Bevölkerung, der Volksabstimmung im Juni 1994 und der darauf folgenden, jedoch von allen drei staatstragenden Säulen der österreichischen Demokratie völlig mißachteten Widerstände eines Großteils der Österreicher gegen den Verbleib in der EU – und
- einem Ausblick in die Zukunft.
Dieses Buch soll in erster Linie dazu beitragen, die gefährlichen Wissenslücken über Wesen und Auswirkungen dieser so nicht gewollten „Völkervereinigung“, welche in einem Großteil der Bevölkerung vorhanden sind, zu füllen. Damit wird dem Staatsbürger die Möglichkeit geboten, der ihm aufgezwungenen veröffentlichten Meinung wirkungsvoller entgegenzutreten.
Bestellen: info@oelm.at