Georg Immanuel Nagel: Ruf der Geschichte. Zur Erneuerung von Österreichs Identität. Eckartschrift 230, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN: 978-3-902350-67-1, € 9,20

Die Nachkriegsordnung in Westeuropa galt lange Zeit als unerschütterlich.

Nach dem Fall des Ostblocks schien der westliche Weg für das Abendland als unausweichliches und ewig fortzuführendes Schicksal. Doch die politischen und demographischen Verwerfungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dies ein Irrtum war. Unser Kulturkreis befindet sich in Bewegung, und immer mehr kommt es zu einschneidenden Bruchlinien in der Gesellschaft. Nun müssen Entscheidungen von großer Tragweite gefällt werden. Viele alte Konflikte und ideologische Debatten sind noch lange nicht vorüber, sondern gehen jetzt erst richtig los. Immer lauter wird heute die verdrängte Frage nach unserer Identität. Welchen Weg wird Österreich an dieser Weggabelung der Geschichte einschlagen?

Der Brennpunkt der in diesem Werk dargelegten Betrachtungen liegt auf der Zeit ab dem Umsturz von 1918 bis zur Gegenwart. Dies kann man als den „hundertjährigen Kampf um Österreich“ bezeichnen, denn das Ende der Monarchie bedeutete einen seitdem fast ungebrochenen Siegeszug des Liberalismus, der nach wie vor ohne Halt vieles zersetzt, umdeutet und schlichtweg auslöscht, was uns auszeichnet und einst groß gemacht hat.

Der Verfasser behandelt u.a. die Frage nach der „Österreichischen Nation“, wie sehr das Eigene durch das Fremde bestimmt wird, spricht unsere Wurzeln an, auf denen seit 1000 Jahren Österreich aufbaut. Dass Österreich einerseits einen wichtiger Teil Europas sowie auch der deutschen Kulturgemeinschaft darstellt, steht für Georg I. Nagel außer Frage. Seine Visionen einer Dritten Republik sehen v.a. eine „Wahre Gemeinschaft“ statt einen „Multikulti-Sozialstaat“, eine mit selbstbewußten Bürgern und einer eigenständigen Wirtschaft.

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