Menno Aden: Friedrich II. Der Große! Das Ende des alten Reiches der Deutschen und die Verwandlung Europas. Eckartschrift 207, 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. € 8,20

Schon zu Lebzeiten des Königs, sogar noch bevor sein im Siebenjährigen Krieg errungener Feldherrnruhm ihn zum Staunen der Welt werden ließ, wurde er so genannt. Am 28. Juli 1749 schreibt Voltaire an den König: „Auf mein Grab werde ich schreiben lassen: Hier ruht ein Bewunderer Friedrichs des Großen.“ Zwar müssen wir uns damit abfinden, dass er nicht in (deutsch)nationalen Bahnen dachte, sein Bemühen galt mehr dem Hause Brandenburg und seinen Untertanen als der gesamtdeutschen Sache; sein Wirken als Feldherr, als Gesetzgeber, als Künstler, als Politiker, als Menschenfreund und als Aufklärer ragt weit über sein Umfeld hinaus.

Der Verfasser arbeitet die vielfachen Verflechtungen der europäischen Herrscherdynastien aus Deutschland, Frankreich, Russland, England u. a. heraus und zeigt, dass sowohl Karl VI., der Vater Maria Theresias, mit der Pragmatischen Sanktion das althergebrachte an „Blut und Gott“ gebundene salische Erbrecht und Gottesgnadentum verlassen hat, wie es Friedrich II. („in Preußen“) mit seiner Weigerung tat, sich zum König krönen zu lassen, er wollte „nur“ Diener des Staates sein. Es geht auch weniger um die Person des Königs als um die von ihm bis heute geprägte deutsche Geschichte in Europa und auf der Erde.

Menno Aden bringt neue Gedanken ins Friedrich-Jahr und zeigt, dass der „Alte Fritz“ wirklich zu den Großen gehört: er ist die vorletzte von 13 bekannten weltlichen und geistlichen „großen“ Persönlichkeiten, von Ramses II., über Alexander, Karl, Leo, Peter bis zur bisher letzten, der Zarin Katharina II. von Russland.

Zahlreiche Landkarten, Bilder und vor allem Zeichnungen von Adolf Friedrich von Menzel geben dem Buch einen besonderen Wert.

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