Karl Mittermaier: Tirol unter fremder Herrschaft (1806–1814). Eckartschrift 91, 128 Seiten. € 4,20

Neben der Schilderung des Kampfgeschehens und der Ereignisse des Jahres 1809 geht die Eckartschrift auf die gesamte Situation der Zeit, in der Tirol von Österreich losgetrennt war, also von 1806 bis 1814, ein und stellt die Hintergründe und Ursachen, wieso es zu dieser Volkserhebung, die in ganz Europa größte Beachtung fand und von den Gegnern Napoleons sogar als Signalwirkung empfunden wurde, dar. Der Widerstand gegen Napoleon und das mit ihm verbündete Bayern hatte seine Wurzeln nicht nur im Freiheitswillen und im Zugehörigkeitsgefühl der Tiroler zu Österreich, sondern auch in den übereilt durchgeführten Verwaltungsreformen, in der verfehlten Kirchenpolitik und den Zwangsrekrutierungen für ein verhasstes Regime. Eine Fülle von Zeitdokumenten (Urkunden, Zeitungsartikel und Tagebuchaufzeichnungen eines bayerischen Soldaten) lässt die Jahre der Besetzung ursprünglich nur durch Bayern, dann auch durch das Königreich Italien und die Illyrischen Provinzen vor den Augen der Leser wieder erstehen. Der durch seine unpathetischen Aussagen beeindruckende Textteil wird durch Kurzbiographien der vier Hauptanführer des Freiheitskampfes Andreas Hofer, Josef Speckbacher, Pater Joachim Haspinger und Peter Mayr sowie durch eine Zeittafel, in der die Ereignisse der Jahre 1805–1814 chronologisch festgehalten werden, und durch ein umfangreiches Literaturverzeichnis ergänzt.

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