Jacob Enders: Die deutschen Siedlungen in Galizien. Eckartschrift 75, 80 Seiten, 1 Karte.

Das „Königreich Galizien und Lodomerien“ bestand als Teil der österreichischen Reichshälfte von 1772 bis 1918 und war fast so groß wie die heutige Republik Österreich. Nur 0,7 %.der Bevölkerung waren Deutsche, aber trotzdem haben sie die Prägung des Landes mitbestimmt; nicht als Herren und Adelige, sondern als Bürger, Bauern und Handwerker, die Josef II. in Rheinland-Pfalz, im Saarland, in Hessen und Bayern angeworben hatte.

In anschaulicher Darstellung erstehen wieder die Dörfer, die Menschen mit ihren Sorgen und Nöten, aber auch mit ihren Leistungen und großen Erfolgen. Die Schilderung des stillen und zähen Kampfes der kleinen deutschen Minderheit inmitten des slawischen Lebensraumes um die Erhaltung ihrer Existenz und schließlich die Tragödie ihres Unterganges, in einfacher und darum oft um so eindrucksvollerer Sprache dargestellt, liest man mit Bewunderung, ja oft mit Rührung.