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Eckartschrift 21: Werden und Wesen der Republik Österreich

Helfried Pfeifer: Werden und Wesen der Republik Österreich. Eckartschrift 21, 100 Seiten.

Das Jahr 1938 und insbesondere die Ereignisse in den Märztagen sind für immer ein Markstein in der österreichischen Geschichte. Die 1919 zwangsweise von den Siegermächten des Ersten Weltkrieges gegen den Willen ihrer Bürger geschaffene Republik Österreich war von der politischen Landkarte verschwunden und ein Teil des Deutschen Reiches geworden. Diese, Tatsache fand die Zustimmung, die Anerkennung, zumindest die stillschweigende Billigung aller europäischer und außereuropäischer Staaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Staat Österreich neu errichtet. Er ist zwar rechtlich besser gestellt als die beiden anderen deutschen Staaten, hat aber wieder beschämende Merkmale der Unfreiheit zu tragen wie z.B. Beschränkung der Einsatzfähigkeit der Landesverteidigung, internationaler Status der Donau, besondere Rechte der Signatarstaaten des österreichischen Staatsvertrages.

Vom Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn, seinen Völkern und Nationalitäten, der Gründung der Republik Deutschösterreich, dem Diktat von Saint Germain führt der Weg zur Ersten Republik, wobei die markantesten Persönlichkeiten dieser Zeit: Renner, Hainisch, Miklas, Seipel, Schober, Dollfuß und Schuschnigg einer genaueren Betrachtung unterzogen werden. Breiten Raum nehmen schließlich die Ereignisse des Jahres 1938 ein: Volksbefragung, Einmarsch, Volksabstimmung, und, als Folge des Zusammenbruchs im Jahre 1945 die Entstehung und die rechtliche Stellung der Zweiten Republik.