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Eckartschrift 159: Johann Nestroy – Ein Zerrissener

Walter Marinovic: Johann Nestroy – Ein Zerrissener. Eckartschrift 159, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen.

Es ist kaum zu glauben, dass einer der großen Meister der deutschen Sprache noch vor wenigen Jahrzehnten bei manchen Germanisten nicht als Dichter galt. Zu seinem Geburtstag vor 200 Jahren kann Johann Nestroy den Lorbeer des Poeten niemand mehr nehmen.

Die Eckartschrift schildert die vielen Seiten von Mensch und Werk des Volksdichters Nestroy und beschreibt auch den historischen Hintergrund, die Biedermeierzeit, die seine intensivste Schaffens­phase war. Nestroys Stücke selbst sind historische Dokumente, setzt sich Nestroy doch in ihnen mit den Vorgängen seiner Zeit kritisch auseinander. Besonders sticht hier das Revolutionsstück „Freiheit in Krähwinkel“ hervor, das die Revolution von 1848 behandelt. Nestroy, der oft Probleme mit der Zensur des Metternichschen Systems gehabt hatte, begrüßte die Revolution und auch ihre gesamtdeutschen Zielsetzungen, ohne aber deren Schattenseiten zu übersehen.

Kenner werden eine kompakte Darstellung von Mensch und Werk mit Lebenslauf, Verzeichnis aller Stücke und zahlreichen Bildern (darunter auch Fotos von Nestroy) in den Händen halten.