Hermann Attinghaus: Heimat. Eckartschrift 152, 96 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 6,75

Das Thema dieser Schrift ist so alt wie die Menschheit. Wie zeitgemäß der dargestellte Inhalt ist, beweist eine Aussage des Tiroler Landeshauptmannes Weingartner, der in Innsbruck anlässlich einer Feier zum Todestag des Freiheitshelden Andreas Hofer († 2. 2.1810) sagte, dieser stehe „für das Einstehen von Werten, die für unsere Heimat wichtig sind.“ Gerade in einer Zeit multikultureller Schwärmerei einerseits und neuer Völkerwanderung – heute mit Vorliebe etwas verhüllend als Migration bezeichnet – sowie brutalster Vertreibungen andererseits, wie sie die Geschichte der Menschheit bisher nicht gekannt hat, kommt diesem Fragenkreis besondere Bedeutung zu.

In dem vorliegenden Band wird „Heimat“ aus drei verschiedenen Blickwinkeln betrachtet. In der ersten und längsten Darstellung erläutert Univ.Prof. Dr. Konrad Buchwald klar und übersichtlich die Voraussetzungen und Grundlagen des Heimatbegriffes, untersucht ausführlich die Bedingungen dafür, dass sich ein Mensch „zu Hause“ fühlt und erklärt, womit sich der Begriff „Heimat“ verknüpft. Abschließend fasst der Autor seine zeitlos gültigen Aussagen in fünf Punkten zusammen. Der Herausgeber Hermann Attinghaus beschäftigt sich in seinem Beitrag mit der „Sprache als geistiger Heimat“ im Lichte aktueller Entwicklungen wie z.B. des umstrittenen „bilingualen“ Unterrichts an österreichischen Gymnasien. Zum Abschluss stellt der Kulturanthropologe Univ. Prof. Dr. Roland Girtler in einem brillanten Essay drei Typen von Heimatsuchern vor: Odysseus, die Vagabunden und die Verbannten. Dazu kommen Gedichte, die das gestellte Thema ideal ergänzen.

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