Richard W. Eichler: Die Zukunft der deutschen Sprache. Eckartschrift 127, 92 Seiten mit einigen Gedichten.

Der bedeutende Kunstkritiker Richard W. Eichler, der besonders durch seine Bücher „Wahre Kunst für ein freies Volk“, „Könner, Künstler, Scharlatane“ und „Der gesteuerte Kunstverfall“ Aufsehen erregte, hat sich mit der vorliegenden Eckartschrift die Aufgabe gestellt, vor dem zunehmenden Verfall unserer Muttersprache zu warnen. Der Einfluss fremder Sitten, verbunden mit Sprachverunstaltungen, ist in unserem Volk schon öfter vorgekommen; man denke nur an das „á la mode“ – Gehabe im 17. Jahrhundert. Waren es damals die französischen Modetorheiten, verbunden mit einer zunehmenden Sprachverwahrlosung, die allerorts überhand nahmen, so sind es heute die Amerikanismen in allen Bereichen des täglichen Lebens, besonders aber in der Sprache, die nachdenklich stimmen müssen. Nicht nur in der Fachsprache wird immer häufiger das Lateinische durch das Englische ersetzt, auch in der Umgangssprache laufen wir Gefahr, in ein Gemengsel aus Deutsch und Englisch zu verfallen. Hören wir uns doch nur z.B. die Werbesendungen in Rundfunk und Fernsehen an, die mit englischen Ausdrücken gespickt sind.

Ist die Fremdsprachendurchsetzung die eine Seite unseres Sprachverfalls, so ist die andere in der Geistlosigkeit und dem Pöbelhaften zu sehen, das im täglichen Sprachgebrauch immer mehr zutage tritt. Eine Reihe von Aussprüchen unserer Politiker zeigt diesen erschreckenden Verfall, war es doch gerade in den öffentlichen politischen Auseinandersetzungen früher eine Selbstverständlichkeit, seine gegenteilige Meinung in wohlgesetzten Worten und ausgefeilten Sätzen klarzumachen.

Und noch ein Umstand kann als Bedrohung unserer Sprache gelten: die immer wiederkehrende Forderung nach den sogenannten „Sprachvereinfachungen“ im Bereich der Zeichensetzungen, Getrennt- und Kleinschreibung. Als anschauliches Beispiel liefert der Autor einen künftigen Text, der uns heute (noch) wie ein Witz anmutet, aber wie lange noch?