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Eckartschrift 120: „Auf, auf, ihr Brüder…“ Deutsche in Südafrika

Hildemarie Grünewald: „Auf, auf, ihr Brüder…“ Deutsche in Südafrika. Eckartschriften 120, 108 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Karten.

„Auf, auf, ihr Brüder…“, so beginnt das bekannte Südafrika-Lied von Christian Daniel Schubert, dem berühmten Gefangenen auf dem Hohenasperg und Gefährten Schillers, das er für seine Freunde, die als Söldner des Württembergischen Regiments ins Kapland zogen, dichtete. Warum brachen Menschen damals zu neuen Ufern auf, woher kamen sie und welches Los erwartete sie am Ziel ihrer Fahrt „ins heiße Afrika“? Die Eckartschrift versucht, diesen Fragen nachzugehen.

Im Jahr 1488, als im Zeitalter der Entdeckungen der Portugiese Bartolome Diaz die Südspitze Südafrikas erstmals umsegelte, und zehn Jahre später Vasco da Gama den Seeweg nach Indien entdeckte, trat das „Kap der guten Hoffnung“ in die europäische Geschichte ein. Im Auftrag der holländischen Vereeigde Oostindische Compaguie wurde für diese Handelsgesellschaft hier ein fester Verproviantierungs-Stützpunkt geschaffen. Um diese wichtige Bastion auszubauen, brauchte man zusätzlich Menschen; bereits in der ersten, rund zwanzigköpfigen Gruppe Europäer befand sich ein großer Teil deutscher Auswanderer. Mit Bewunderung können wir nur feststellen, wie hoch der Anteil der Deutschen am wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Leben Südafrikas im Laufe der Jahrhunderte wurde. Nach dem Bürgerkrieg, als das Englische zur allgemeinen Landessprache wurde, wurde aber der deutsche Anteil an der Vergangenheit vergessen. Heute bestehen wieder eine Reihe deutscher Kulturinstitute in der Bundesrepublik, in Österreich und in der Schweiz, die bemüht sind, der deutschen Sprache und Kultur auch für die Zukunft Südafrikas einen Stellenwert zu sichern.