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Eckartschrift 106: Ich hab‘s gewagt mit Sinnen. Ulrich von Hutten und seine Zeit

Nikolaus von Preradovich: Ich hab‘s gewagt mit Sinnen. Ulrich von Hutten und seine Zeit. Eckartschrift 106, 80 Seiten. € 4,00

Am 21. April 1488 wurde der Reichsritter Ulrich von Hutten auf der Burg Steckelberg bei Fulda geboren. Dem Gedenken an die 5oo. Wiederkehr seines Geburtstages ist die vorliegende Schrift gewidmet.

Hutten war die populärste Gestalt des Deutschen Humanismus; ritterliches Standesbewusstsein und humanistische Bildung formten die Grundlagen seiner Persönlichkeit. An allen Erneuerungsbestrebungen seiner Epoche beteiligt, kann er als Vertreter der tiefbewegten Jugend des Reformationszeitalters gelten. Das Wesentliche seines Einsatzes war, dass er Kunst und Geist vollständig in den Dienst politischer Gedanken stellte: Für ihn gab es zwei grundsätzliche Feinde, den Papst und die Reichsfürsten. Vor allem im Papst und in der römischen Kurie sah er den Gegenpol zum Reich, zu dessen Feinden er jene zählte und die er als Ausbeuter Germaniens betrachtete. Nicht aus religiösen Gründen trat er ihnen entgegen, sondern aus nationalen. Unter der Devise „Ich hab‘s gewagt“ führte er einen verzweifelten Kampf mit „Feder und Schwert“ gegen Fürstengewalt und Religionsmissbrauch, wodurch er tatkräftig in das Geschehen seiner Zeit eingriff. Seine Reden, Flugschriften und Gedichte wurden Dank der von ihm verwendeten eindringlichen Sprache im ganzen Lande begierig verbreitet und aufgenommen und trugen damit wesentlich zur Entwicklung der Reformation bei.

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