Eckartschrift 233: Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde

Nina Paulsen: Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde. Eckartschrift 233, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN 978-3-902350-70-1, € 9,20

Wie sind die Wolgadeutschen, „zerstreut in alle Welt“? Der Titel bringt die ganze Spannweite der über 250-jährigen Geschichte der Wolgadeutschen – einer deutschen Minderheit im Russischen Reich und der späteren Sowjetunion, die sich im Zuge der Auswanderung aus Deutschland (überwiegend aus Rheinhessen und der Pfalz, aber auch aus Württemberg, Baden, dem Elsass und Franken) im 18. Jahrhundert rechts und links der unteren Wolga in geschlossenen Siedlungen niederließen. Die Wolgadeutschen, so seitdem die Bezeichnung, haben ihre deutschen Mundarten, ihre Kultur, ihre Traditionen und den Glauben der Vorfahren jahrzehntelang aufrechterhalten.
Einst von den russischen Zarin Katharina II. gerufen und mit Privilegien bedacht, die in den Jahrzehnten danach Schritt für Schritt aufgehoben wurden; zwischendurch auf der Suche nach neuen Wahlheimaten in Nord- und Südamerika aufgebrochen; im Russischen Reich und der späteren Sowjetunion verdächtigt und verfolgt, aber innerhalb einer Autonomie im Wolgagebiet immerhin toleriert; nach dem Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 pauschal angeklagt, massenweise nach Sibirien und Kasachstan deportiert und ausgebeutet; zuletzt mehrheitlich wieder in das Land der Vorfahren zurückgekehrt.
2018 jährt sich der Gründungstag der wolgadeutschen Autonomie zum 100. Mal, das Jahr 2019 markiert 95 Jahre seit der Gründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Wolgadeutschen in der ehemaligen Sowjetunion. Für viele Wolgadeutsche der älteren Generation, aber auch für ihre Nachkommen, ist die Faszination der Wolgaheimat und der Wolgadeutschen Republik, auch wenn sie dort über Jahre Schreckliches erleben mussten, ungebrochen geblieben. Bis heute.

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Eckartschrift 232: Der Dreißigjährige Krieg

Mario Kandil: Der Dreißigjährige Krieg 1618-1848. Deutschland als Schlachtfeld fremder Mächte. Eckartschrift 232, zahlreiche Farb-Abbildungen, 116 Seiten, ISBN 978-3-902350-69-5, € 9,20

Deutschland war in der Vergangenheit oft (und ist in der Gegenwart immer noch) Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu. Nicht nur für die gesamte Entwicklung Europas, sondern auch und speziell für Deutschland bildet er einen mehr als traurigen Markstein. Es sank nämlich in ihm zu einem Schlachtfeld fremder Mächte herab, und eine Hauptursache dafür waren ebenso seine territoriale Zersplitterung wie seine politische und religiöse Uneinigkeit. Diese war trotz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, der die politischen Kämpfe der Reformation zu einem Abschluß gebracht hatte, bestehen geblieben.

Die vorliegende Eckartschrift zeigt in oftmals beklemmender Manier Parallelen zu heutigen Zuständen auf und macht dem Leser eines klar: Wenn Deutschland uneins ist und lieber sich selber zerfleischt, als seine eigene Interessen zu verfolgen, liefert es sich dem bedenkenlos egoistisch handelnden Ausland selbst als Sklave und Wirtstier aus. Solange dies hierzulande nicht von breiten Schichten des Volkes erkannt wird und solange keine Politik zugunsten deutscher Interessen stattfindet, wird die Rolle Deutschlands immer nur die eines von Fremden bestimmten Objekts bleiben.

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Eckartschrift 231: Der Umsturz 1918 und seine Folgen

Wilhelm Brauneder: Der Umsturz 1918 und seine Folgen. Eckartschrift 231, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN 978-3-902350-68-8, € 9,20

Im Herbst 1918 zeichnet sich die Niederlage der Mittelmächte ab. US-Präsident Woodrow Wilson hatte bereits im Jänner 1918 die Grundsätze für eine Friedensordnung nach dem Weltkrieg („Vierzehn Punkte“) verkündet; er forderte u.a. die Selbstbestimmung und autonome Entwicklung für die Völker der Donaumonarchie. In der Österreichisch-Ungarischen Monarchie kommt es im Oktober 1918 zur Auflösung; Kaiser Karl I. kündigt in seinem „Völkermanifest“ zu spät die Neustrukturierung der Monarchie an; am 28. Oktober wird in Prag die „Tschechoslowakische Republik“ ausgerufen, am 29. der „Nationalstaat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS); am 31. verlässt Ungarn die Doppelmonarchie.

Die Gründung des Staates Deutschösterreich, seine innenpolitische Entwicklung mit dem Ringen um eine neue Verfassung, den Parteienhader, das endlich erreichte allgemeine Wahlrecht und den Staatsvertrag in St. Germain mit den Gebietsverlusten und Namensproblemen schildert der Verfassungshistoriker Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Brauneder verständlich und übersichtlich; er scheut sich nicht, heikle Themen anzusprechen, die sonst allzu großzügig verschwiegen werden.

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Treffpunkt Kultur im Schulvereinshaus

Jänner 2019

Mi, 16. Jänner       19 Uhr    Gedenken an Dr. Fritz Stüber, Lesung von Obmann Karl Katary

Dezember 2018

Mo, 17. Dezember      15 Uhr     Weihnachtsfeier

November 2018

Mi, 28. November       19 Uhr      Laila Mirzo Buchvorstellung „Nur ein schlechter Moslem ist ein guter Moslem“Mi,

Mi, 14. November       19 Uhr       Prof. Dr. Wilhelm Brauneder Buchvorstellung „Der ‚Umsturz‘ 1918 und seine Folgen“

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Eckartschrift 226: Die „deutsche Frage“

Mario Kandil: Die „deutsche Frage“. Deutschland von der Adenauerzeit bis zur Wiedervereinigung (1945/49-1989). Eckartschrift 226, 112 Seiten, reich bebildert, € 9,20

Diese Eckartschrift 226 beschreibt die Zeit zwischen 1945 und den 1980er Jahren, geht also der „Sternstunde 1989“ (ES 217) von Fred Duswald und Ulrike Raich voraus. Der Historiker Dr. Kandil bringt uns Deutschland nach dem Zusammenbruch und der Vierteilung durch die Alliierten nahe sowie Deutschlands Ringen um Anerkennung und ein einigermaßen souveränes politisches und wirtschaftliches Handeln.

Dazu gehörten auch die Bewältigung der Gebietsverluste und die Eingliederung von 12 bis 14 Millionen Volksdeutschen, die Heimführung der letzten rd. 10.000 Kriegsgefangenen aus Moskau – für diesen Erfolg steht das Titelbild mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und der dankbaren Soldatenmutter vom September 1955 am Kölner Flughafen.

Daneben behandelt der mit vielen Farbbildern versehene Band das Verhältnis zu Polen mit dem Kniefall in Warschau, zur UdSSR, zu den USA und zur „DDR“, vom Mauerbau bis zum Mauerfall.

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