Neueste Eckartschrift: Der Dreißigjährige Krieg

Mario Kandil: Der Dreißigjährige Krieg 1618-1848. Deutschland als Schlachtfeld fremder Mächte. Eckartschrift 232, zahlreiche Farb-Abbildungen, 116 Seiten, € 9,20

Deutschland war in der Vergangenheit oft (und ist in der Gegenwart immer noch) Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu. Nicht nur für die gesamte Entwicklung Europas, sondern auch und speziell für Deutschland bildet er einen mehr als traurigen Markstein. Es sank nämlich in ihm zu einem Schlachtfeld fremder Mächte herab, und eine Hauptursache dafür waren ebenso seine territoriale Zersplitterung wie seine politische und religiöse Uneinigkeit. Diese war trotz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, der die politischen Kämpfe der Reformation zu einem Abschluß gebracht hatte, bestehen geblieben.

Die vorliegende Eckartschrift zeigt in oftmals beklemmender Manier Parallelen zu heutigen Zuständen auf und macht dem Leser eines klar: Wenn Deutschland uneins ist und lieber sich selber zerfleischt, als seine eigene Interessen zu verfolgen, liefert es sich dem bedenkenlos egoistisch handelnden Ausland selbst als Sklave und Wirtstier aus. Solange dies hierzulande nicht von breiten Schichten des Volkes erkannt wird und solange keine Politik zugunsten deutscher Interessen stattfindet, wird die Rolle Deutschlands immer nur die eines von Fremden bestimmten Objekts bleiben.

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Eckartschrift 231: Der Umsturz 1918 und seine Folgen

Wilhelm Brauneder: Der Umsturz 1918 und seine Folgen. Eckartschrift 231, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, € 9,20

Im Herbst 1918 zeichnet sich die Niederlage der Mittelmächte ab. US-Präsident Woodrow Wilson hatte bereits im Jänner 1918 die Grundsätze für eine Friedensordnung nach dem Weltkrieg („Vierzehn Punkte“) verkündet; er forderte u.a. die Selbstbestimmung und autonome Entwicklung für die Völker der Donaumonarchie. In der Österreichisch-Ungarischen Monarchie kommt es im Oktober 1918 zur Auflösung; Kaiser Karl I. kündigt in seinem „Völkermanifest“ zu spät die Neustrukturierung der Monarchie an; am 28. Oktober wird in Prag die „Tschechoslowakische Republik“ ausgerufen, am 29. der „Nationalstaat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS); am 31. verlässt Ungarn die Doppelmonarchie.

Die Gründung des Staates Deutschösterreich, seine innenpolitische Entwicklung mit dem Ringen um eine neue Verfassung, den Parteienhader, das endlich erreichte allgemeine Wahlrecht und den Staatsvertrag in St. Germain mit den Gebietsverlusten und Namensproblemen schildert der Verfassungshistoriker Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Brauneder verständlich und übersichtlich; er scheut sich nicht, heikle Themen anzusprechen, die sonst allzu großzügig verschwiegen werden.

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Eckartschrift 230: Ruf der Geschichte

Georg Immanuel Nagel: Ruf der Geschichte. Zur Erneuerung von Österreichs Identität. Eckartschrift 230, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN: 978-3-902350-67-1, € 9,20

Die Nachkriegsordnung in Westeuropa galt lange Zeit als unerschütterlich.

Nach dem Fall des Ostblocks schien der westliche Weg für das Abendland als unausweichliches und ewig fortzuführendes Schicksal. Doch die politischen und demographischen Verwerfungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass dies ein Irrtum war. Unser Kulturkreis befindet sich in Bewegung, und immer mehr kommt es zu einschneidenden Bruchlinien in der Gesellschaft. Nun müssen Entscheidungen von großer Tragweite gefällt werden. Viele alte Konflikte und ideologische Debatten sind noch lange nicht vorüber, sondern gehen jetzt erst richtig los. Immer lauter wird heute die verdrängte Frage nach unserer Identität. Welchen Weg wird Österreich an dieser Weggabelung der Geschichte einschlagen?

Der Brennpunkt der in diesem Werk dargelegten Betrachtungen liegt auf der Zeit ab dem Umsturz von 1918 bis zur Gegenwart. Dies kann man als den „hundertjährigen Kampf um Österreich“ bezeichnen, denn das Ende der Monarchie bedeutete einen seitdem fast ungebrochenen Siegeszug des Liberalismus, der nach wie vor ohne Halt vieles zersetzt, umdeutet und schlichtweg auslöscht, was uns auszeichnet und einst groß gemacht hat.

Der Verfasser behandelt u.a. die Frage nach der „Österreichischen Nation“, wie sehr das Eigene durch das Fremde bestimmt wird, spricht unsere Wurzeln an, auf denen seit 1000 Jahren Österreich aufbaut. Dass Österreich einerseits einen wichtiger Teil Europas sowie auch der deutschen Kulturgemeinschaft darstellt, steht für Georg I. Nagel außer Frage. Seine Visionen einer Dritten Republik sehen v.a. eine „Wahre Gemeinschaft“ statt einen „Multikulti-Sozialstaat“, eine mit selbstbewußten Bürgern und einer eigenständigen Wirtschaft.

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Eckartschrift 229: Martin Luther

Ulrike Raich: Martin Luther. Seine Zeit – sein Wirken – die Folgen. Eckartschrift 229, 112 Seiten, reich bebildert, ISBN 978-3-902350-66-4, € 9,20

Als das ZDF im Jahr 2003 zur Wahl des „größten Deutschen“ aufrief, wurde Martin Luther von rund 3,3 Millionen Fernsehnutzern auf den zweiten Platz gewählt (hinter Konrad Adenauer). Wer war dieser Mann, der nach 500 Jahren immer noch im Gedächtnis der Deutschen lebt und höchste Anerkennung erfährt?
Ulrike Raich ermöglicht uns einen Blick hinter die Kulissen. Sie schildert Herkunft und Familie, Werdegang und Leben dieses streitbaren Deutschen. Sie bettet die Geschichte Luthers in die Vor- und Nachgeschichte des deutschen Volkes ein und zeigt damit die politische Dimension von Luthers Wirken auf. Weder Luther noch seine Zeitgenossen ahnten oder konnten ahnen, welche Spaltung, Konflikte und Kriege seine Erneuerungsbewegung anstoßen würde. Die Folgen für das Reich, wie das Ausscheiden der Niederlande mit seiner auch sprachlichen Verselbständigung, später aber in Folge dann der Schweiz und der Verlust des Elsass, das Erliegen der deutschen Siedlungstätigkeit wie etwa in Schlesien und im Süden ist im geschichtlichen Verlauf als Folge der Lutherzeit bedeutend.
Trägt Luther aber für diese Entwicklungen die Verantwortung? Nein, meint Helmut Diwald: Denn Luther habe „das politische Bewusstsein der Deutschen und ihren Willen zur Freiheit, und damit ihr Zusammengehörigkeitsgefühl wachgerüttelt“.
Luthers Freiheitsbegriff wurde nie nur theologisch verstanden. Er befreite die Menschen von der kirchlichen Bevormundung und förderte damit ihre Eigenständigkeit und persönliche Verantwortlichkeit. Damit legte er den Grundstein für das Handeln in Eigenverantwortung – der Erfolgsmotor des deutschen Genius, der bis in die Gegenwart fortwirkt.
Luther brach mit der katholischen Kirche, schrieb, plante, diskutierte, predigte und dichtete – aber er irrte auch, so im Nichterkennen der brennenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Bauernschaft und im Verweigern theologischer Kompromisse zugunsten nationalpolitischer Aspekte, was zur Abspaltung an Stelle des Zusammenwachsens im Reich führte.
Das alles ist leicht verständlich, gutlesbar und mit zahlreichen Farbbildern verdeutlicht. Zudem werden die Wechselwirkungen im Konzert der europäischen Mächte dargestellt. Die beiden letzten Kapitel über die Folgen der Reformation für das Reich und Luthers historisches Verdienst heben sich von den vielen aktuellen Publikationen ab, indem sie die Fakten nüchtern bewerten und die historischen Verdienste würdigen.

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Eckartschrift 228: Lettlands deutsche Geschichte(n)

Martin Hobek: Lettlands deutsche Geschichte(n). Eckartschrift 228, 140 Seiten, reich bebildert, € 9,50

Lettland ist das Herzstück des Baltikums, dessen geopolitische Bedeutung in früheren Jahrhunderten wesentlich größer als heute war.

Die heute in Lettland einheimischen oder früher zugewanderten Deutschen schrieben Geschichte, um die sich überdies so manche Geschichten Ranken: Der Baron von Münchhausen erzählte nördlich von Riga erstmals seine „Lügengeschichten“, die teilweise auch dort spielen. Der größte deutsche Komiker der Nachkriegsjahrzehnte, Heinz Erhardt, wurde in Riga geboren, wo sein Großvater Bürgermeister und sein Onkel erster lettischer Finanzminister war. Richard Wagner wirkte drei Jahre lang als Kapellmeister am Stadttheater in Riga, wo er die Oper „Rienzi“ komponierte. Lesen Sie mehr darüber und gewinnen Sie neue Eindrücke von Lettland!

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