Monat: Juni 2011

Eckartschrift 204: Die Deutschen in Schlesien

Monika Wittek: Die Deutschen in Schlesien. Eckartschrift 204, 112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. € 8,20

Schlesien – das ist das schöne und geschichtlich bewegte Land am Ober- und Mittellauf der Oder. Seit dem Umbruch im Jahre 1989 ist in Ostmitteleuropa und damit auch in Polen viel geschehen; so formierte sich sofort die deutsche Volksgruppe und entwickelte kulturelle und politische Aktivitäten. Darüber berichtet die Eckartschrift 204. Eingebettet in einen kurzen Abriss der Geschichte Schlesiens bis zum 19. Jahrhundert werden die Lage der deutschen Schlesier nach dem Ersten Weltkrieg, die Aufstände und die Volksab­stimmung geschildert.

Der Flucht und Vertreibung 1945 wurde viel Aufmerksamkeit geschenkt, wobei mit Hilfe von Erlebnisberichten die Situation der Deutschen in den Nachkriegsjahren bildhaft dargestellt wurde.

Die ungünstige politische Lage in den Nachkriegsjahren erlaubte nicht, dass die in Schlesien verbliebenen Deutschen ihre Sprache, ihr Kulturgut und ihre deutsche Identität pflegen konnten. Der politische Umbruch Ende der achtziger Jahre hat es erst ermöglicht, dass die Deutschen zu Wort kamen, dass sie endlich anerkannt wurden, dass sie sich in Vereinen und Verbänden organisieren durften. Das Interesse an der deutschen Volksgruppe erreichte bald einen Höhepunkt, die deutschen Freundschaftskreise wurden sehr aktiv, bei den ersten freien Wahlen wurde es möglich, dass sich Deutsche als Kandidaten bei der Parlamentswahl und für die Selbstverwaltungen aufstellten.

In allen Regionen mit deutscher Geschichte haben sich die Deutschen in Vereinen zusammengeschlossen und wieder angefangen, die deutsche Kultur und Identität weiterzuführen. Der Verband der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften (VdG) als zentrale Stelle aller deutschen Organisationen führt eine wichtige Rolle im Leben der Deutschen in Polen aus. In dieser Darstellung wird auch auf die breite Tätigkeit der Gesellschaften, aber auch auf die bedeutende Rolle – auch die politische – des VdG hingewiesen. Nach jahrzehntelangem Verbot der deutschen Sprache war es von großer Bedeutung, sie wieder zu beleben und in die Schulen einzuführen. Dabei waren sowohl der Verband wie auch die einzelnen Organisationen sehr stark eingebunden. Erläuterungen zu den Nachbarschaftsverträgen sowie zum Gesetz über Minderheitenrechte, aber auch Darstellungen über die Entwicklung des Deutschunterrichts und der deutschen Medien runden die vorliegende Schlesienschrift ab.

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Eckartschrift 203: Von Lügengeschichten und Heldenballaden

Dirk Herrmann: Von Lügengeschichten und Heldenballaden. Hieronymus, Börries und das Phänomen Münchhausen. Eckartschrift 203,
112 Seiten mit zahlreichen Abbildungen. € 8,20

Münchhausen – ein Wort, ein Name, ein Begriff für alle und keinen, und das nicht nur im deutschen Raum. Im selben Atemzug fällt das Schlagwort „Lügengeschichten“. Seit über 200 Jahren erfreuen sich die „Wunderbaren Reisen zu Wasser und Lande“ in mehr als 30 Sprachen großer Beliebtheit. Wer kennt sie nicht: die Geschichten vom halbierten Pferd, vom Ritt auf der Kanonenkugel und vom Baron, der sich an seinem Zopf samt Pferd aus dem Schlamm zieht?! Es ist die ewige, große Lust des homo dictus am Erzählen, am Fabulieren und am Phantasieren, die diese Geschichten bis heute so erfolgreich macht. „Etwas Münchhausen ist ein jeder Mensch“, sagt der Münchhausen Herbert Eulenbergs.

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