Monat: März 2010

Eckartschrift 198: Deutsche Volksgruppen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa

Peter Wassertheurer: Deutsche Volksgruppen in Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Ihre Lage im Spiegel der Geschichte des 20. Jahr­hunderts. Eckartschrift 198, 112 Seiten zahlreiche Landkarten und Bilder. € 8,20

Das Friedensdiktat von Saint-Germain hatte zur Abtrennung von sechs Millionen Deutschen aus dem österreichischen Staatsverband geführt, die unter Missachtung des Selbstbestimmungsrechts als nationale Minderheiten in den Grenzen der neuen nichtdeutschen Nationalstaaten leben mussten. Obwohl sich diese vertraglich zum Schutz ihrer Minderheiten verpflichtet hatten, wurden die Minderheiten nach dem Prinzip der Beherrschung behandelt, was eine radikale Assimilationspolitik in Gang setzte, die in einem ersten Schritt die fortschreitende Ausmerzung des deutschen Elements aus dem öffentlichen Raum beabsichtigte.

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Eckartschrift 197: Deutsche Erfindungen

Christa Lung: Deutsche Erfindungen. Eckartschrift 197, 112 Seiten, viele Abbildungen. € 8,20

Deutscher Erfindergeist hat weltweit einen guten Namen. Besonders im 19. Jahrhundert formte sich das Volk der Dichter und Denker zu einem der Tüftler und Bastler. In letzter Zeit freilich ist den Deutschen das Selbstbewusstsein abhanden gekom­men, lediglich in den Bereichen Umweltschutz und soziale Absicherung glauben sie an die eigene Inno­vationskraft (forsa-Umfrage). Zu Unrecht: Deutsche Erfinder stehen in Europa unverändert auf Platz eins, weltweit auf Platz zwei. Anders als frühere deutsche Erfindungen sind die der letzten hundert Jahre zwar eher „kleinteilig“ und ihre Erfinder oft unbekannt – doch wer möchte schon Air Bag, Plastikdübel oder Kaffeefilter geringschätzen?

So alt wie der Erfindergeist der Deutschen sind leider auch ihre Schwierigkeiten mit der Anerkennung: Philipp Reis stieß bei der Vorführung des ersten Telephonapparats – legendär durch den in die Muschel gesprochenen Satz „Das Pferd frisst keinen Gurkensalat“ – auf so wenig Zustimmung, daß er diese Neuigkeit nicht vermarkten konnte und damit nicht als deren Erfinder gilt. Heinrich Göbel erfand die Glühbirne erst, als er als Henry Goebel in den USA wohnte; der geschäftstüchtigere Edison hatte 25 Jahre später mit einer verbesserten Version des Leuchtkolbens Erfolg und gilt daher heute als Erfinder der Glühbirne. In den letzten Jahren häufen sich die „Übernahmen“ von Erfindungen durch andere „Geschäftsleute“.

Die Eckartschrift „Deutsche Erfindungen“ gibt nun einen Überblick über einige technische Schöpfungen des Volkes der Dichter und Denker.

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Eckartschrift 196: Die Schlacht im Teutoburger Wald vor 2000 Jahren. Wendepunkt für Europa und die Welt

Menno Aden: Die Schlacht im Teutoburger Wald vor 2000 Jahren. Wende­punkt für Europa und die Welt, Eckartschrift 196, 36 Seiten, brosch. € 3,50

Der große Altertumsforscher und Nobelpreisträger Theodor Mom­m­sen bezeichnete die sogenannte Schlacht im Teutoburger Wald als Wendepunkt der Welt­geschichte. Und dies ist sie wirklich, wie auch aus diesem Bändchen zu entnehmen ist.

2000 Jahre nach der erfolgreichen Freiheitsschlacht liegt ihre Bedeutung offen vor uns: Ohne diese wären die Deutschen und ihre Kultur nicht entstanden, ohne diese hätten sie das gleiche Schicksal wie andere euro­pä­­ische Völker erlitten, und sie wären romanisiert worden, ohne diese hätte Europa einen anderen geschichtlichen Verlauf genommen, ohne diese wäre Österreich nicht von Bayern, Franken und Alemannen besiedelt und der europäische Osten nicht deutsch geprägt worden; ein Ereignis von wahrlich welt­ge­schichtlicher Bedeutung.

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Eckartschrift 195: Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache

Eduard Huber: Aufstieg und Niedergang der deutschen Sprache. Eckartschrift 195, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen, Karten. € 8,20

Wenn jemand heutzutage in der Welt der Wissenschaften Gehör finden will, muß er in amerikanischen Zeitschriften veröffentlichen, natürlich auf englisch. Das sah früher ganz anders aus; denn Deutsch war seit dem 19. Jahrhundert die führende Sprache der Philo­sophie und der Wissenschaften. Bis ins 17., 18. Jahrhundert hinein hatte Latein diese Stellung, bevor es von neueren Sprachen abgelöst wurde, vor allem vom Deutschen. Um 1800 gab es  Gebildete, die aus einem einzigen Grund Deutsch lernten: um Kant zu stu­dieren. Später lasen sie Schelling und Hegel, dann Nietzsche und Schopenhauer, schließ­lich auch Marx und Engels. Auf dem Gebiet der Naturwissenschaften war die Lage nicht so eindeutig; fast alles, was moderne Physik im engeren Sinn ausmacht, ist in deutscher Sprache beschrieben und veröffentlicht worden: die Quantentheorie von Planck (1900), die Relativitätstheorie von Einstein (1905), die Formulierung der Quantenmechanik durch Heisenberg (1925) und vieles ander.

Wie ist es nun möglich, daß wir jetzt eine Sprache gebrauchen, bei der sich Goethe und Schiller und alle Großen unseres Volkes im Grab umdrehen müßten? Unsere Sprache will gepflegt werden, und das erfordert eine gewisse Anstrengung. ― Dazu aufzurufen und zu ermuntern ist der Hauptzweck diese kleine Schrift.

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Eckartschrift 194: Andreas Hofer – Sein Erbe – 200 Jahre später

Andreas Raffeiner, Sven Knoll, Martin Sendor: Andreas Hofer. Sein Erbe – 200 Jahre später. Eckartschrift 194, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 8,20

200 Jahre nach dem Tiroler Frei­heits­kampf wid­met sich die Eckartschriftenreihe dem größten Tiroler Helden: Andreas Hofer. Ein Abriss über den geschicht­lichen Bogen vom Ersten Koalitions­krieg 1796/97 bis zur Tiroler Wiedergeburt 1813/15, eine Beschreibung des Sandwirts sowie seine Bedeutung im Geschichtsbewusstsein zweier Jahr­hunderte zeichnen das Andreas-Hofer-Bild von damals bis heute. So bleibt der Sandwirt aus Passeier, auch 200 Jahre danach, der „größte Tiroler aller Zeiten.“ Größer als er wird nur einer sein, der die Landeseinheit Tirols wiederherstellt.

1919 wurde das Land Südtirol am Brennerpass, am Reschenpass und in Winnebach von Österreich abgetrennt. Die Schrift zeigt auf, dass die Tiroler Landeseinheit in einem „vereinten Europa von heute“ keinesfalls eine Unmög­lichkeit ist, obwohl die zwei Tiroler Landesteile seit 90 Jahren hilflos im Weltmeer der Geschichte umhertreiben. Diese Ausführungen können sich die Politiker in Innsbruck, Bozen und Wien zu Herzen nehmen.

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Lesen Sie aus der Eckartschrift:

„Welch ein Mann!“ – Andreas Hofer im Geschichtsbewußtsein zweier Jahrhunderte. Dieser Beitrag wurde in der Eckartschrift 194 (2009) veröffentlicht.

Das Hofer-Bild vor seiner Hinrichtung
Von Hofers Tod bis zur Wiederherstellung Tirols 1814
Restauration und Vormärz
1848
Neoabsolutismus und Kulturkampf
Staatliche Hofer-Verehrung
Stürmische Zwischenkriegszeit
Nach 1945: moderne Zeitlosigkeit

Welch ein Mann dieser Andreas Hofer! Ein Bauer wird Feldherr, und was für einer! Seine Waffe – Gebet; sein Bundesgenosse – Gott. Er kämpft mit gebeugten Knien und schlägt wie mit dem Flammenschwert des Cherubs. Und dieses treue Schweizervolk [1] … Ein Kind an Gemüt, kämpft es wie die Titanen mit Felsstücken, die es von seinen Bergen niederrollt. Ganz wie in Spanien! Gott, wenn die Zeit der Jungfrau [2] wiederkäme und wenn der Feind, der böse Feind doch endlich überwunden wäre …

Andreas Hofer                              (Ölgemälde: Franz von Defregger)
Andreas Hofer (Ölgemälde: Franz von Defregger)

Diese Worte brachte Königin Luise von Preußen im September 1809 im fernen Königsberg kurz nach der dritten Bergisel-Schlacht zu Papier. Hofers Persönlichkeit, sein starker Charakter und natürlich seine militärisch-politischen Taten führten schon früh zu breiter Verehrung. Selbst seine schärfsten Kritiker mußten seine Redlichkeit und Integrität anerkennen. Der Sandwirt besaß ohne Zweifel erhebliche Führungsqualitäten, wußte seine Landsleute zu entflammen, ihnen Zuversicht und Hoffnung zu schenken und sie in seine Entscheidungen einzubinden. Vor allem vereinten sich in ihm die beiden Komponenten, aus denen Volkshelden gemacht sind. Er war ein Mann aus dem Volk von einer überdurchschnittlichen Volkstümlichkeit, und er wurde allgemein als Held angesehen. Seine Tapferkeit und ebenso seine Fürsorge für seine Männer, für die Frauen und Kriegswaisen und allgemein für seine bedürftigen Landsleute umgaben ihn bald mit einer besonderen Aura. Es sind keine Kriegsgreuel bekannt, die auf ihn zurückgehen, vielmehr verhinderte er Ausschreitungen seiner siegreichen Tiroler gegen tatsächliche oder vermeintliche Feinde. Seine militärischen, aber auch [Continue reading…]

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