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28. Februar 2010

Eckartschrift 174: Friedrich Schiller – er ist unser! Sein Leben, sein Werk, sein Fortwirken bis heute. Zum 200. Todestag

Walter Marinovic: Friedrich Schiller – er ist unser! Sein Leben, sein Werk, sein Fortwirken bis heute. Zum 200. Todestag. Eckartschrift 174, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen und Karten. € 7,40

„Denn er war unser!“ – Mit diesen Worten rief Goethe in seinem „Epilog zur Glocke“ die mitreißende Persönlichkeit seines verstorbenen Freundes Schiller in das Gedächtnis. Die Begeisterung, mit der Schillers Dichtungen viele Generationen erfüllten, die Gedenkfeiern, die 1859 und 1905 große Volks­feste waren und auch 1955 und 1959 viele Menschen versammelten, bezeugen, dass dieser Dichter in den Herzen seines Volkes lebendig blieb.

Gilt dies auch für den 9. Mai 2005, an dem wir Schillers 200. Todestag begehen? Der Zeitgeist scheint dem zu widersprechen. Theodor Adorno diffamierte Schiller als einen „Wüterich, der als Faschist die Welt zum Gefängnis macht“, und das Regietheater verhunzt schändlich seine Dramen. Daher will uns die Eckartschrift von Walter Marinovic diesen großen Menschen nahebringen, dessen Leben ein steter Kampf war: gegen Unterdrückung, gegen Not, gegen die Schwäche seines kranken Körpers. In elf Szenen, deren erzählende Rahmen frei erfunden, deren sachbezogene Aussagen aber historisch fundiert sind, erleben wir, wie viel ein starker Wille vermag, wenn ihn die Begeisterung für ideale Ziele bewegt.

Schiller wollte „im eigentlichen Sinn des Wortes der Zeitgenosse aller Zeiten sein.“ Gründliche Studien befähigten ihn, in seinen historischen Dramen ein getreues Bild der behandelten Zeit zu zeichnen. Ebenso spricht er grundsätzliche Wahrheiten aus, die ihn auch zum Zeitgenossen unserer Gegenwart machen. In „Kabale und Liebe“ prangert er den Verkauf deutscher Soldaten für die Interessen fremder Mächte an, in der „Jungfrau von Orleans“ und in „Wilhelm Tell“ ruft er zum Kampf für die Freiheit auf.

Die Eckartschrift zeigt die bestürzende Aktualität von Schillers Dichtungen, die uns Anstöße geben, wie auch wir Fremdbestimmung überwinden und zu uns selbst finden können. Nach einer Niederlage gegen die Armeen der französischen Revolution, in der sich bereits der Zerfall des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation abzeichnet, fragt Schiller in einem Gedichtentwurf, ob der Deutsche, besiegt und gedemütigt, sein Selbstbewusstsein bewahren dürfe. „Ja, er darf’s“, antwortet der Dichter, „die deutsche Würde ist eine sittliche Größe, sie wohnt in der Kultur und im Charakter der Nation, die von ihren politischen Schicksalen unabhängig ist.“

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27. Februar 2010

Eckartschrift 173: Landschaft und Politik im Sudetenland Böhmen, Mähren und Österreichisch Schlesien in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie

Lothar Höbelt: Landschaft und Politik im Sudetenland Böhmen, Mähren und Österreichisch Schlesien in der Österreichisch-Ungarischen Monarchie. Eckartschrift 173, 112 Seiten, mit zahlreichen Abbildungen und Landkarten. € 7,40

Das Sudetenland, die deutsch besiedelten Gebiete Böhmens, Mährens und Österreichisch Schlesiens, war ein zentraler Bestandteil der Habsburgermonarchie, politisch und wirtschaftlich weit über seinen Bevölkerungsanteil hinaus bedeutsam. Der Autor geht in diesem Band den Unterschieden und Gemeinsamkeiten der einzelnen Landschaften nach, vom Böhmerwald bis zum „Bischofszipfel“ Schlesiens und vom Egerland bis zu den mährischen Sprachinseln: welche Persönlichkeiten sie prägten und welche politische Richtungen dort ausschlaggebend waren, vor allem in der Zeit nach 1848/1861, als sich Parlament und Verfassung erstmals in Österreich etablieren konnten.

Hier lernen wir einiges über die sudetendeutsche Geschichte im Bereich der Politik, der Parteien, der Ideen und der Wirtschaft und werden auch auf viele Namen stoßen, die uns bekannt vorkommen: von Adler, Belcredi und Chiari über Laudon und Porsche bis zu Rothschild und Skene; manches „Aha-Erlebnis“ stellt sich ein. Und der Leser erfährt einmal mehr, wie umfassend die Verbindung zwischen dem Gebiet des heutigen Österreich und den Sudetenländern war – und bis heute ist. Auch darum steht „Wien“ in einer besonderen Verantwortung für die heimatvertriebenen Sudetendeutschen.

Bestellen: info@oelm.at

26. Februar 2010

Eckartschrift 172: Irrtümer in Rot-weiß-rot …. und wie es wirklich war!

Martin Hobek: Irrtümer in Rot-weiß-rot …. und wie es wirklich war! Eckartschrift 172, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen. € 7,40

Rechtzeitig zum 200. Jahrestag der Gründung des österreichischen Kaisertums beschäftigt sich die Eckartschrift mit weitverbreiteten geschichtlichen Fehlmeinungen (nicht nur) in der Alpenrepublik:

An der Rettung Wiens vor den Osmanen 1683 hatte Herzog Karl V. von Lothringen einen mindestens ebenso bedeutenden Anteil wie der noch heute groß im Vordergrund stehende und gefeierte polnische König Jan Sobieski. Die Schlacht von Königgrätz 1866 ging nicht wegen des von hinten schneller zu ladenden preußischen Zündnadelgewehrs verloren; sie wäre ja fast gewonnen worden, was sich auf die weitere Geschichte des Habsburgerreiches erheblich ausgewirkt hätte. Hobek beschäftigt sich in einem der Kapitel mit Mozart-Mythen im Hinblick auf das Mozartjahr 2006 und den Streitgesprächen im Sommer 2003 zwischen den Boulevardblättern „Krone“ und „Bild“, ob Mozart jetzt „Österreicher oder Deutscher“ sei. Im Falle von „Kornblume und Fraktur“ wird klargestellt, dass es sich dabei um keine „NS-Symbole“ handle; ein Faksimile des Rundschreibens von Bormann (1941) beweist dies.

Auch Anekdotisches kommt nicht zu kurz: Zur Erhellung, wie aufgeklärt und selbstkritisch der Absolutismus Maria Theresias war – die anders als in der landläufigen Meinung niemals zur Kaiserin gekrönt worden war –, ist ein Kaffeefleck auf einem Dokument des Hofkriegsrates zu sehen, auf dem sie handschriftlich hinterlassen hat, dass sie sich wegen dessen Verursachung schäme. Weitere Themen: das wirkliche Weltausstellungssymbol 1873, die Wiener Rotunde (nicht das Riesenrad), sowie die Ehrenrettung des verleumdeten Volksstammes der Vandalen.

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25. Februar 2010

Eckartschrift 171: Die Deutschen Rumäniens im 20. Jahrhundert

Michael Kroner: Die Deutschen Rumäniens im 20. Jahrhundert Siebenbürgen – Banat – Sathmar – Bukowina – Bess­arabien – Dobrudscha – Altrumänien. Eckartschrift 171, 112 Seiten, zahlreiche Bilder und Karten. € 7,40

Eine als nationale Minderheit auftretende und organisierte deutsche Volksgruppe gibt es in Rumänien erst seit Ende des Ersten Weltkrieges. Die Sachsen, Banater Deutschen und Sathmar­schwaben gehörten vor 1918 innerhalb der österreichisch-ungarischen Monarchie der transleithani­schen, unga­rischen Reichshälfte an, während die Bukowina ein Herzogtum des österreichischen Cisleithaniens war. Bessarabien hingegen bildete eine Provinz des zaristischen Russlands. In Altrumänien selbst gab es deutsche Kolonien und deutsche Siedlungen in der Dobrudscha.

In dieser Darstellung werden nun die Eingliederung und Entwicklung dieser Volksgruppen im 20. Jahrhundert in Rumänien verfolgt, wobei das Hauptaugenmerk auf den Kampf um die Erhaltung ihrer nationalen Eigenart gerichtet ist, ferner wird aufgezeigt, wie sich zwischen den Volksgruppen ein Zusammengehörigkeitsbewusstsein bildete. Das Buch schließt mit einem Ausblick auf die heutige Lage.

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24. Februar 2010

Eckartschrift 170: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute

Götz Eberbach: Woher? Wohin? Die Wanderungen der Russlanddeutschen gestern und heute. Eckartschrift 170, 112 Seiten, zahlreiche Abbildungen, zwei Farblandkarten, Dokumente. € 7,40

Das hier vorliegende Buch ist die zweite Auflage einer gut verständlichen Arbeit über Geschichte und Gegenwart dieser deutschen Volksgruppe, die wie wohl keine andere noch bis heute unter den Folgen des Weltkrieges zu leiden hat. Entrechtet und deportiert suchen die Russlanddeutschen in der alten Heimat eine neue Heimat und stoßen dabei oft auf Ablehnung – seltsamerweise oft gerade bei denjenigen Kreisen, die eine „multikulturelle Gesellschaft“ für erstrebenswert halten. In Russland als die „Deutschen“, die „Fritzen“ und oft auch die „Faschisten“, die „Verräter“ (die sie nie waren) beschimpft, gelten sie in Deutschland als die „Russen“.

Der Verfasser, der seit zehn Jahren mit Russlanddeutschen arbeitet, erzählt dem Leser die Geschichte dieser Volksgruppe und weckt Verständnis dafür, dass Menschen, die oft kein oder nur wenig Deutsch sprechen, trotzdem als Deutsche gelten wollen und auch als Deutsche anerkannt werden sollten. Er zeigt und erklärt, warum diese Menschen – gerade um ihr Deutschtum zu erhalten – nach Deutschland zurückkehren wollen. Er möchte aber auch den Russlanddeutschen helfen, die neue (alte) Heimat zu verstehen, damit sie in ihr bestehen können.

Bestellen: info@oelm.at