Monat: Dezember 2009

Eckartschrift 117: Wahre Kunst für ein freies Volk

Richard W. Eichler: Wahre Kunst für ein freies Volk. Eckartschriften 117, 116 Seiten, 8 Bildseiten. € 5,20

Der Autor, dessen Bücher „Könner, Künstler, Scharlatane“, „Der gesteuerte Kunstverfall“, „Viel Gunst für schlechte Kunst“ und „Die Wiederkehr des Schönen“ hohe Auflagenzahlen erreichen, versteht es, nicht nur mit einem außerordentlichen Maß an wissenschaftlichem Können, sondern auch mit Mut die psychologischen Wurzeln der geistigen und künstlerischen Lage unseres Jahrhunderts bloßzulegen; denn es gehört heute sicher viel Mut dazu, in einem Staat, der sich unglaublicher Weise zum Förderer extremer antikultureller Strömungen macht, seine kritische Stimme zu erheben. Dass man trotzdem auch offizielle Anerkennung ernten kann, beweisen zahlreiche Auszeichnungen, wie der „Schillerpreis (1969), der „Landschaftspreis“ (1977) oder die „Adalbert-Stifter-Medaille“ (1982), denn R. Eichler kämpft mit offenem Visier und Sachlichkeit; er begnügt sich nicht mit negativen oder abwertenden Behauptungen, er legt für seine Kritik Beweise vor und untermauert diese mit Zitaten einer Reihe namhafter Zeitzeugen aller Richtungen. Jedoch – wie er selbst sagt -‚ Jammern über die gegenwärtige kulturelle Lage hilft nicht, es gilt vielmehr die Hintergründe zu erforschen, Schlüsse daraus zu ziehen, vor allem aber Lösungen zu suchen, die unser Volk aus dieser Kunstmisere herausführen und die heimischen Künstler ihre geraubte Identität wieder finden lassen. Mit pädagogischer Einsicht verzichtet er darauf, die Flut des Hässlichen und Absurden durch Bildbeispiele noch zu vermehren. Vielmehr zeigt er in dieser Schrift, dass auch in unserer Zeit charaktervolle und könnerhafte Bildner leben und arbeiten – dem Zeitgeist zum Trotz. Er lenkt damit den Blick auf jene Künstler, die unbeirrt und selbstbewusst den Weg in die Zukunft gehen, in der Überzeugung, dass die seelische Gesundheit unseres Volkes, die in der Freude am künstlerisch Schönen zum Ausdruck kommt, nur gefördert, nicht, wie zur Zeit, verordnet werden kann.

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Eckartschrift 116: Werden und Vergehen der deutschen Siedlungen in Südosteuropa

Kaspar Hügel: Werden und Vergehen der deutschen Siedlungen in Südosteuropa. Eckartschrift 116, 112 Seiten.

Die Darstellung des Werden und Vergehens der deutschen Siedlungen in Südosteuropa beschränkt sich auf die Räume des heutigen Ungarn, Jugoslawien und Rumänien; die deutschen Siedlungen in den Landschaften der heutigen Tschechoslowakei und die der Wolgadeutschen bleiben bewusst ausgeklammert. Dem Verfasser ging es in dieser Schrift nicht so sehr darum, eine umfassende, möglichst lückenlose fachwissenschaftliche Arbeit zu liefern, da es darüber bereits ausreichende Literatur u.a. auch in unserer Eckartschriftenreihe gibt, sondern das Wichtigste und Wesentlichste zum angesprochenen Thema in aktueller und allgemein verständlicher Form darzubieten.

Nach einem kurzen Rückblick auf Entstehung und Entwicklung der einzelnen südostdeutschen Siedlungsgebiete von ihren Anfängen bis zum Ende des Ersten Weltkrieges, wird deren Geschichte zwischen den beiden Weltkriegen, dann die Zeit 1940 bis 1944 und schließlich die Situation im kommunistischen Machtbereich eingehender dargestellt. Das abschließende Kapitel über die Lage der Rumäniendeutschen nach der Ceausescu-Diktatur hat dem Autor, wie er selbst sagt, insofern Schwierigkeiten bereitet, als die Lage zur Zeit der Recherche noch unübersichtlich war und das Ergebnis nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden konnte. Im Interesse flüssiger Lesbarkeit wurde auch die Anhäufung allzu vieler Einzelheiten in der Gesamtdarstellung vermieden; der zweite Teil der Schrift bietet jedoch Ersatz dafür durch eine Fülle von Ergänzungen verschiedener Art, so u.a. erschütternde Briefe und Berichte von Deportierten aus den Arbeitslagern in der Sowjetunion oder Not und Elend in der Baragan-Steppen, dem Schicksal der Kinder der Verschleppten und über die Vernichtungs- und Konzentrationslager in Jugoslawien – Tatsachen, die zum Untergang und zur Ausrottung eines großen Teiles dieser deutschen Volksgruppe führten.

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Eckartschrift 115: Walther von der Vogelweide. Seine sozialen, kulturellen und politischen Bestrebungen, sein Schicksal und seine Bedeutung

Friedl Haas: Walther von der Vogelweide. Seine sozialen, kulturellen und politischen Bestrebungen, sein Schicksal und seine Bedeutung. Eckartschrift 115, 116 Seiten, 8 Bildseiten. € 5,65

Der hochmittelalterliche Minnesang zählt zu den eigenartigsten und eindrucksvollsten Erscheinungen in der deutschen Dichtkunst und Geistesgeschichte. Die hervorragendste Persönlichkeit dieser Epoche war unzweifelhaft Walther von der Vogelweide, der den höfischen Minnesang zu höchsten Blüte führte. Die vorliegende Arbeit, das Ergebnis langjähriger, ja jahrzehntelanger Studien und Untersuchungen des Autors, will auf den älteren Forschungsarbeiten aufbauend, die Erkenntnisse jüngerer Arbeiten weiterführen und damit ein richtiges Waltherbild schaffen; außerdem werden auch Aussagen der zeitgenössischen Dichtung, insbesondere der Epik und der Sprachdichtung herangezogen, die von der Forschung bislang vernachlässigt wurden. F. Haas will mit dieser Schrift einem möglichst breiten Leserkreis die Überzeugung vermitteln, dass Walther von der Vogelweide kein kümmerlicher Bettelsänger war, als den man ihn heute gerne hinstellt, aber auch kein heroischer Barde, der hoch zu Ross von Burg zu Burg ritt, um von deutscher Reichsherrlichkeit zu künden. Hier wird ohne jede Übertreibung das Leben und Wirken des großen deutschen Dichters dargestellt, was er damals bewirken wollte und welche Rolle er tatsächlich im kulturellen, politischen und geistigen Leben seiner Zeit gespielt hat.

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Eckartschrift 114: Kärnten – Tausend Jahre und siebzig

Otto Scrinzi: Kärnten – Tausend Jahre und siebzig. Eckartschrift 114, 127 Seiten, Bildteil, Karten, zeitgenössische Dokumente. € 5,50

Durch den Freiheitskampf beherzter nationaler Aktivisten und das Bekenntnis bei einer international kontrollierten Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 konnte Kärnten dem Schicksal einer jugoslawischen Fremdherrschaft entgehen. Die 70. Wiederkehr dieses Tages, an dem die Bevölkerung Kärntens sich für einen geschlossenen Verbleib des Landes bei der 1918 ausgerufenen Republik Deutsch – Österreich entschied, hat die Österreichische Landsmannschaft zum Anlass genommen, die vorliegende Gedenkschrift herauszubringen. Der Bogen spannt sich, vom Jahre 976 ausgehend, als Kärnten mit der Erhebung zum Herzogtum dem deutschen Königreich eingegliedert wurde, über das Schicksalsjahr 1920, in dem es seine Zugehörigkeit zum deutsch-österreichischen Staat bestätigte, bis in unsere Tage. Das Thema, das seit rund 70 Jahren die Bevölkerung des Landes nicht zur Ruhe kommen lässt, nämlich die Auseinandersetzung mit der slowenischen Minderheit, nimmt in dieser Schrift einen breiten Raum ein. Viele Darstellungen der in- und ausländischen Medien werden als unrichtig oder stark verfälscht entlarvt und anhand zahlreicher Dokumente, Statistiken, von Bildmaterial und nicht zuletzt von Aussagen prominenter Politiker und Wissenschaft­ler ins rechte Licht gerückt, so dass dem Leser die seltene Gelegenheit geboten wird, sich ein unverfälschtes Bild von der vergangenen und derzeitigen Lage in Kärnten zu machen.

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Eckartschrift 113: Hermann Claudius, Matthias Claudius

Hermann Claudius: Herrmann Claudius, Matthias Claudius. Eckartschrift 113, 88 Seiten.
Am 15. August 1740 wurde Matthias Claudius im Holsteinischen geboren. Claudius der als „Wandsbecker Bote“ nicht nur regen Anteil am kulturellen Geschehen seiner Zeit nahm, sondern vor allem als Volksschriftsteller bis heute bekannt und beliebt geblieben ist; man denke nur an sein schönes Abendlied „Der Mond ist aufgegangen“. Am 8. September 1980 ist sein Urenkel Hermann Claudius, ebenfalls ein bedeutender Dichter, im 102.Lebensjahr gestorben. Auch seine Erzählungen, vor allem aber seine Lyrik sind inzwischen wertvolles Volksgut geworden.
Aus Anlaß dieser beiden Gedenktage hat die Eckartschriftenreihe den vorliegenden Band herausgebracht. Den Hauptteil der Schrift nimmt wohl die Erzählung „Matthias Claudius“ ein, mit der Hermann Claudius seinem Urgroßvater ein schriftliches Denkmal setzte. Das 1937 im Cotta-Verlag erschienene Büchlein, das längst vergriffen ist, wurde damit wieder der Vergessenheit entrissen. In dieser Erzählung erfahren wir, in liebenswerter Form dargestellt, alles Wissenswerte über den „Wandsbecker Boten“, sein Leben, sein Schaffen, seine Erfolge, aber auch viel Ober bedeutende Zeitgenossen, mit denen er ein Leben lang in Verbindung stand, wie Klopstock, Bürger, Hölty, Johann Heinrich Voß und die Brüder Stoliberg. In der Erzählung „Das Ahnenbild“ schildert Hermann Claudius, wie er über ein Bild seines Urgroßvaters, das in der „Guten Stube“ seiner Eltern hing, diesen langsam zu verstehen begann. Hermann Claudius selbst wird uns von seiner Frau Gisela, mit der er 36 Jahre verheiratet war, vorgestellt. Es sind stimmungsvolle Erinnerungsbilder aus dem Leben des Dichters. Mit behutsamer Hand hat sie auch die Auswahl der Gedichte zusammengestellt, denn schließlich ist uns Hermann Claudius vor allem als begnadeter Lyriker in Erinnerung. Wie liedhaft seine Gedichte sind beweisen die über 1.800 Vertonungen. Am bekanntesten ist wohl das bereits zum Volkslied gewordene „Wann wir schreiten Seit‘ an Seit‘ und die alte Lieder singen“.

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