Monat: November 2009

Eckartschrift 88: Der deutsche Ritterorden

Werner Koeppen: Der deutsche Ritterorden. Seine Geschichte und ihre Auswirkungen auf die osteuropäische Entwicklung. Eckartschrift 88, 80 Seiten, 1 Karte.

Aus einer während des dritten Kreuzzuges in Akkon gegründeten Hilfsgemeinschaft entwickelte sich ein straff organisierter Ritterorden, der sich alsbald die Aufgabe der Christianisierung im europäischen Osten stellte. Dank genialer Führungspersönlichkeiten sowie eines durch hohen Idealismus und harte Disziplin getragenen Einsatzwillens entstand östlich der Elbe ein Machtfaktor, der nicht nur innerhalb der katholischen Kirche, sondern auch im Deutschen Reich und darüber hinaus in ganz Europa große Bedeutung erlangte. Die hervorragendste Leistung aber war wohl die Ostkolonisation, in deren Rahmen Ritter, Bürger, Bauern und Handwerker aus allen deutschen Landen im 13. und 14. Jahrhundert Wildnis und Öde zu fruchtbarem Land machten, sowie Dörfer und Städte gründeten. Der Ordensstaat war eines der reichsten und bestorganisierten Länder Europas – eine der Keimzellen des späteren Preußen.

Ostkolonisation und Staatsbildung schufen aber zwangsläufig politische und kriegerische Auseinandersetzungen mit den benachbarten Völkern, vor allem mit den Polen. Die oft ungünstigen und wenig glückhaften geschichtlichen Verflechtungen der beiden Völker haben ihre Wurzeln in jener Zeit und bestimmen vielfach ihre Beziehungen bis in unsere Tage.

In anschaulicher Weise werden Aufstieg, Blütezeit sowie innerer und äußerer Verfall einer Organisation vor Augen geführt. Dass auch Österreich enge Bindungen zum Deutschen Ritterorden hatte und hat, bezeugen die vielen Hochmeister, die aus dem Hause Habsburg stammten, dass das Wiener Hausregiment, das Infanterieregiment Nr.4, die Be­zeichnung „Hoch- und Deutschmeister“ führte und dass der Sitz des Ordens sich seit 1809 in Wien befindet.

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Eckartschrift 87a: Proveis. Eine Bergbauerngemeinde in Südtirol

Heinz Wamser: Proveis. Eine Bergbauerngemeinde in Südtirol – ihre Familien und Höfe. Eckartschrift 87a, 16 Seiten.

Der Name der Gemeinde Proveis hat in der volklichen Schutzarbeit einen guten Klang, wirkte doch hier fast ein halbes Jahrhundert lang Franz Xaver Mitterer als Kurat. Er war es, der sich nicht nur um die Kirche, die wirtschaftliche Entwicklung, sondern vor allem um die Errichtung eines ordentlichen deutschen Schulwesens sorgte. Der italienische Bezirksrichter Zaneti von Cles wollte die Schule wälsch machen und sagte ihm dafür finanzielle Unterstützung zu. Kurat Mitterer lehnte ab. 1880 schrieb der Arzt Dr. Lotz aus Frankfurt/Main, angeregt von Mitterer, das Büchlein „Aus den Bergen an der deutschen Sprachgrenze in Südtirol“. Dies führte im Mai 1880 zur Gründung des „Deutschen Schulvereines“, der bereits im Oktober 1880 einen Betrag von 2000 Gulden zum Bau der Schule in Proveis widmete, und auch weiterhin die Proveiser Schule unterstützte.

Aus Anlaß des Neubaues der Schule in Proveis, für die die Österreichische Landsmannschaft die gesamte Inneneinrichtung für die Klassenzimmer, das Lehrer­zimmer, den Turnsaal und die Schulküche beigesteuert hat, ist diese Schrift entstanden.

Die Geschichte einer so abgelegenen Berggemeinde spielt sich in seinen Familien und Höfen ab. Hier wird keine Landespolitik gemacht, wohl aber wirkt sich diese in abgeschwächtem oder auch vollem Ausmaße auf das Leben in der Gemeinde aus. Proveis unterstand dem bischöflichen Hofe zu Trient, der seit der Zeit um 1500 ein immer stärker werdendes italienisches Gepräge erhielt. So war die Verwaltung, war das Gericht immer stärker von Italienern besetzt, welche nur in ihrer Sprache redeten, schrieben und Urkunden ausstellten, die der Bergbauer nicht verstand. Da auch die zuständige Pfarre im italienischen Rumo lag, die fast ausnahmslos Italiener nach Proveis entsandte, die nur wenig deutsch verstanden, so ist es fast unerklärlich, wieso Proveis und die anderen Gemeinden der „Deutschgegend“ ihre altererbte Muttersprache bis heute so treu bewahrten, denn erst seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts trat eine Wende ein: Deutsche Geistliche und Lehrer kamen, die Verwaltung lag aber noch immer in fremden Händen. Unter der Herrschaft des Faschismus sollte das Deutschtum völlig ausgerottet, die deutsche Sprache verboten werden. 1927 wurde die Gemeinde aufgelöst und mit Rumo vereinigt, 1949 wieder selbständig und von der Provinz Trient abgetrennt und mit der Provinz Bozen vereinigt.

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Eckartschrift 87: Das große Feuer

Matthias Stolz: Das große Feuer. Die Geschichte eines deutschen Dorfes in Ostslawonien. Eckartschrift 87, 72 Seiten, 1 Karte.

Die Eckartschrift – ein Tatsachenbericht – schildert anhand der Erlebnisse eines Bauernsohnes aus einer deutschen Siedlung in Ostslawonien das Schicksal einer Dorfgemeinschaft, die ohne eigene Schuld in den Jahren 1941–1945 in das politische Spannungsfeld und das Kriegsgeschehen hineingezogen wurde. Sachlich wird die Entstehungsgeschichte der Siedlung erzählt, als deutsche Bauern, von der Regierung ins Land gerufen, kamen, um brachliegenden Boden zu roden und zu bebauen. Der größte Teil der Schrift enthält die Schilderung der Ereignisse im Dorf vom April 1941 (Beginn des Jugoslawienfeldzuges) bis zum Kriegsende mit der Flucht der Überlebenden nach dem Westen. Was die Bewohner des deutschen Dorfes Krüdija in diesen Jahren erlebt, erlitten und tapfer bestanden haben, wird leidenschaftslos und unpathetisch und daher umso ergreifender dargestellt. Welche menschlichen Tragödien spielten sich ab, bevor sich der Rest der Dorfbewohner zu dem letzten Ausweg – der Flucht – entschlossen.

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Eckartschrift 86: Türkenkrieg 1683

Erwin Pitsch: Türkenkrieg 1683. Eckartschriften 86, 128 Seiten, 3 Karten. € 4,20

Das Jahr 1683 war ein Markstein in der europäischen Geschichte. Das mächtige osmanische Reich, das damals bereits einen Großteil Südosteuropas beherrschte, trat zur nächsten Ausbreitung seines Machtbereiches an – Wien war das Ziel. Zum 300. Jahrestag der Befreiung Wiens von den Türken, schildert die Eckartschrift nicht nur den Ablauf der geschichtlichen Ereignisse sondern die Vorgeschichte und Ursache der Türkenkriege, den Türkenfeldzug 1683, die Belagerung Wiens und den Entsatz sowie die Folgen der Schlacht. Die ungeheuren Leistungen der Menschen jener Zeit retteten durch ihre Waffentaten und durch ihre Opferbereitschaft Europa und die christliche Kultur vor dem Untergang, denn es ging damals nicht nur um das Schicksal der Hauptstadt des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, sondern um das Reich und das gesamte Abendland überhaupt.

Bestellen: info@oelm.at

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Eckartschrift 85: Flandern

Ilse-Carola Salm: Flandern. Eckartschrift 85, 96 Seiten, 1 Karte.

Die Eckartschrift liefert eine umfassende Darstellung der Geschichte, der Kultur und der wirtschaftlichen Leistungen der Flamen, eines kleinen, tapferen, leidgeprüften Volkes, zwischen Deutschen und Franzosen angesiedelt, dessen reichbewegte Vergangenheit die beiden Nachbarvölker immer wesentlich mitbestimmt haben und dessen Geschichte seit frühester Zeit immer der Kampf um die völkische Selbstbehauptung gegen das politische romanische Übergewicht geprägt hat. Einen breiten Raum nimmt auch die Situation der Flamen seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ein: die Zeit der „Repression“ und ihre furchtbaren Auswirkungen sowie die Schilderung der folgenden Zeit auf politischem und wirtschaftlichem Gebiet.

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