Die Österreichische Landsmannschaft


„Bei aller Hochschätzung der eigenen Art ist heute, insbesondere bei der jüngeren Generation, ein wachsendes Verständnis für das Wesen und die Werte des Nachbarn zu verzeichnen. Nur auf diesem Weg werden wir zur Verwirklichung einer wahren europäischen Völkerfamilie gelangen und damit auch den besten österreichischen Traditionen gerecht werden.“ (Dr. Rudolf Kirchschläger in seinem Grusswort anlässlich des Vereinsjubiläums 1980)

Die Österreichische Landsmannschaft unterstützt humanitäre Projekte und fördert die deutschen Volksgruppen in Europa bei der Erhaltung der uns gemeinsamen Sprache und Kultur.

Der Verein arbeitet im Sinne des Deutschen Schulvereins, der vor über 130 Jahren – gefördert durch Victor Adler, Engelbert Pernerstorfer, Karl Lueger, Peter Rosegger, Johannes Brahms, Bertha von Suttner, Johann Strauß, Felix Dahn und viele andere – gegründet worden war.

Wesentlichstes Schulvereinsziel war und ist es, durch Kulturpflege, Unterricht in der Muttersprache und Kontakte mit Österreich die „Kinder vor dem Verlust ihres Volkstums zu schützen“ (Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger zur 100-Jahr-Feier). Gleichzeitig wird damit ein wesentlicher Beitrag zur Völkerverständigung geleistet.

Die Österreichische Landsmannschaft wirkt seit ihrer Gründung für den Erhalt deutscher Kultur, wo sie bedrängt ist.

Unabhängig von parteipolitischen oder konfessionellen Interessen vereint die Landsmannschaft viele Mitstreiter im Sinne der Stärkung von Kultur, Bildung,  Naturverbundenheit, Gesundheit, Familien- und Gemeinsinn. Bildung, Heimatkunde und Umweltschutz sind uns besondere Anliegen.

Neueste Eckartschrift: Deutsche und Franzosen


Menno Aden: Deutsche und Franzosen. Die deutsch-französische Befindlichkeit. Eckartschrift 234, zahlreiche Farb-Abbildungen, ISBN 978-3-902350-71-8, 40 Seiten

Der Titel des europäischen Hegemons war seit den Anfängen ihrer Staaten zwischen Deutschland und Frankreich hin und her gegangen. Heute sehen viele Deutschland als die Führungsmacht unseres Kontinents. Das war Deutschland die längste Zeit der abendländischen Geschichte, aber ab 1600 nicht mehr. Dann kam Frankreich an die Reihe. Dann wieder wir. Dann Frankreich, dann wieder wir. In den 200 Jahren seit der Leipziger Schlacht wechselte der Titel in immer kürzeren Abständen. Die überwölbende Herrschaft der USA seit ihrem Kriegseintritt 1917 bleibe hier ausgeklammert. Der Wettlauf der beiden Abkömmlinge des Frankenreiches um den ersten Platz in Europa dauert offenbar an. Er ist wie folgt nachzuzeichnen, um zu der für uns heute wichtigen Frage hinzuführen: Kann dieser für beide so anstrengende Wettlauf einmal beendet werden?

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Eckartschrift 233: Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde


Nina Paulsen: Die Wolgadeutschen – zerstreut in alle Winde. Eckartschrift 233, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN 978-3-902350-70-1, € 9,20

Wie sind die Wolgadeutschen, „zerstreut in alle Welt“? Der Titel bringt die ganze Spannweite der über 250-jährigen Geschichte der Wolgadeutschen – einer deutschen Minderheit im Russischen Reich und der späteren Sowjetunion, die sich im Zuge der Auswanderung aus Deutschland (überwiegend aus Rheinhessen und der Pfalz, aber auch aus Württemberg, Baden, dem Elsass und Franken) im 18. Jahrhundert rechts und links der unteren Wolga in geschlossenen Siedlungen niederließen. Die Wolgadeutschen, so seitdem die Bezeichnung, haben ihre deutschen Mundarten, ihre Kultur, ihre Traditionen und den Glauben der Vorfahren jahrzehntelang aufrechterhalten.
Einst von den russischen Zarin Katharina II. gerufen und mit Privilegien bedacht, die in den Jahrzehnten danach Schritt für Schritt aufgehoben wurden; zwischendurch auf der Suche nach neuen Wahlheimaten in Nord- und Südamerika aufgebrochen; im Russischen Reich und der späteren Sowjetunion verdächtigt und verfolgt, aber innerhalb einer Autonomie im Wolgagebiet immerhin toleriert; nach dem Ausbruch des deutsch-sowjetischen Krieges 1941 pauschal angeklagt, massenweise nach Sibirien und Kasachstan deportiert und ausgebeutet; zuletzt mehrheitlich wieder in das Land der Vorfahren zurückgekehrt.
2018 jährt sich der Gründungstag der wolgadeutschen Autonomie zum 100. Mal, das Jahr 2019 markiert 95 Jahre seit der Gründung der Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik (ASSR) der Wolgadeutschen in der ehemaligen Sowjetunion. Für viele Wolgadeutsche der älteren Generation, aber auch für ihre Nachkommen, ist die Faszination der Wolgaheimat und der Wolgadeutschen Republik, auch wenn sie dort über Jahre Schreckliches erleben mussten, ungebrochen geblieben. Bis heute.

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Eckartschrift 232: Der Dreißigjährige Krieg


Mario Kandil: Der Dreißigjährige Krieg 1618-1848. Deutschland als Schlachtfeld fremder Mächte. Eckartschrift 232, zahlreiche Farb-Abbildungen, 116 Seiten, ISBN 978-3-902350-69-5, € 9,20

Deutschland war in der Vergangenheit oft (und ist in der Gegenwart immer noch) Spielball ausländischer Interessen, nicht selbstbestimmt, sondern von Fremden dominiert. Dies wurde auf besonders grausame Art und Weise im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) spürbar. Ihm kommt in der Geschichte des Abendlandes weit mehr als anderen Epochen eine in der Tat immerwährende Aktualität zu. Nicht nur für die gesamte Entwicklung Europas, sondern auch und speziell für Deutschland bildet er einen mehr als traurigen Markstein. Es sank nämlich in ihm zu einem Schlachtfeld fremder Mächte herab, und eine Hauptursache dafür waren ebenso seine territoriale Zersplitterung wie seine politische und religiöse Uneinigkeit. Diese war trotz des Augsburger Religionsfriedens von 1555, der die politischen Kämpfe der Reformation zu einem Abschluß gebracht hatte, bestehen geblieben.

Die vorliegende Eckartschrift zeigt in oftmals beklemmender Manier Parallelen zu heutigen Zuständen auf und macht dem Leser eines klar: Wenn Deutschland uneins ist und lieber sich selber zerfleischt, als seine eigene Interessen zu verfolgen, liefert es sich dem bedenkenlos egoistisch handelnden Ausland selbst als Sklave und Wirtstier aus. Solange dies hierzulande nicht von breiten Schichten des Volkes erkannt wird und solange keine Politik zugunsten deutscher Interessen stattfindet, wird die Rolle Deutschlands immer nur die eines von Fremden bestimmten Objekts bleiben.

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Eckartschrift 231: Der Umsturz 1918 und seine Folgen


Wilhelm Brauneder: Der Umsturz 1918 und seine Folgen. Eckartschrift 231, zahlreiche Farb-Abbildungen, 112 Seiten, ISBN 978-3-902350-68-8, € 9,20

Im Herbst 1918 zeichnet sich die Niederlage der Mittelmächte ab. US-Präsident Woodrow Wilson hatte bereits im Jänner 1918 die Grundsätze für eine Friedensordnung nach dem Weltkrieg („Vierzehn Punkte“) verkündet; er forderte u.a. die Selbstbestimmung und autonome Entwicklung für die Völker der Donaumonarchie. In der Österreichisch-Ungarischen Monarchie kommt es im Oktober 1918 zur Auflösung; Kaiser Karl I. kündigt in seinem „Völkermanifest“ zu spät die Neustrukturierung der Monarchie an; am 28. Oktober wird in Prag die „Tschechoslowakische Republik“ ausgerufen, am 29. der „Nationalstaat der Slowenen, Kroaten und Serben“ (SHS); am 31. verlässt Ungarn die Doppelmonarchie.

Die Gründung des Staates Deutschösterreich, seine innenpolitische Entwicklung mit dem Ringen um eine neue Verfassung, den Parteienhader, das endlich erreichte allgemeine Wahlrecht und den Staatsvertrag in St. Germain mit den Gebietsverlusten und Namensproblemen schildert der Verfassungshistoriker Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Brauneder verständlich und übersichtlich; er scheut sich nicht, heikle Themen anzusprechen, die sonst allzu großzügig verschwiegen werden.

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