Neueste Eckartschrift: Martin Luther


Ulrike Raich: Martin Luther. Seine Zeit – sein Wirken – die Folgen. Eckartschrift 229, 112 Seiten, reich bebildert, ISBN 978-3-902350-66-4, € 9,20

Als das ZDF im Jahr 2003 zur Wahl des „größten Deutschen“ aufrief, wurde Martin Luther von rund 3,3 Millionen Fernsehnutzern auf den zweiten Platz gewählt (hinter Konrad Adenauer). Wer war dieser Mann, der nach 500 Jahren immer noch im Gedächtnis der Deutschen lebt und höchste Anerkennung erfährt?
Ulrike Raich ermöglicht uns einen Blick hinter die Kulissen. Sie schildert Herkunft und Familie, Werdegang und Leben dieses streitbaren Deutschen. Sie bettet die Geschichte Luthers in die Vor- und Nachgeschichte des deutschen Volkes ein und zeigt damit die politische Dimension von Luthers Wirken auf. Weder Luther noch seine Zeitgenossen ahnten oder konnten ahnen, welche Spaltung, Konflikte und Kriege seine Erneuerungsbewegung anstoßen würde. Die Folgen für das Reich, wie das Ausscheiden der Niederlande mit seiner auch sprachlichen Verselbständigung, später aber in Folge dann der Schweiz und der Verlust des Elsass, das Erliegen der deutschen Siedlungstätigkeit wie etwa in Schlesien und im Süden ist im geschichtlichen Verlauf als Folge der Lutherzeit bedeutend.
Trägt Luther aber für diese Entwicklungen die Verantwortung? Nein, meint Helmut Diwald: Denn Luther habe „das politische Bewusstsein der Deutschen und ihren Willen zur Freiheit, und damit ihr Zusammengehörigkeitsgefühl wachgerüttelt“.
Luthers Freiheitsbegriff wurde nie nur theologisch verstanden. Er befreite die Menschen von der kirchlichen Bevormundung und förderte damit ihre Eigenständigkeit und persönliche Verantwortlichkeit. Damit legte er den Grundstein für das Handeln in Eigenverantwortung – der Erfolgsmotor des deutschen Genius, der bis in die Gegenwart fortwirkt.
Luther brach mit der katholischen Kirche, schrieb, plante, diskutierte, predigte und dichtete – aber er irrte auch, so im Nichterkennen der brennenden sozialen und wirtschaftlichen Probleme der Bauernschaft und im Verweigern theologischer Kompromisse zugunsten nationalpolitischer Aspekte, was zur Abspaltung an Stelle des Zusammenwachsens im Reich führte.
Das alles ist leicht verständlich, gutlesbar und mit zahlreichen Farbbildern verdeutlicht. Zudem werden die Wechselwirkungen im Konzert der europäischen Mächte dargestellt. Die beiden letzten Kapitel über die Folgen der Reformation für das Reich und Luthers historisches Verdienst heben sich von den vielen aktuellen Publikationen ab, indem sie die Fakten nüchtern bewerten und die historischen Verdienste würdigen.

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Eckartschrift 228: Lettlands deutsche Geschichte(n)


Martin Hobek: Lettlands deutsche Geschichte(n). Eckartschrift 228, 140 Seiten, reich bebildert, € 9,50

Lettland ist das Herzstück des Baltikums, dessen geopolitische Bedeutung in früheren Jahrhunderten wesentlich größer als heute war.

Die heute in Lettland einheimischen oder früher zugewanderten Deutschen schrieben Geschichte, um die sich überdies so manche Geschichten Ranken: Der Baron von Münchhausen erzählte nördlich von Riga erstmals seine „Lügengeschichten“, die teilweise auch dort spielen. Der größte deutsche Komiker der Nachkriegsjahrzehnte, Heinz Erhardt, wurde in Riga geboren, wo sein Großvater Bürgermeister und sein Onkel erster lettischer Finanzminister war. Richard Wagner wirkte drei Jahre lang als Kapellmeister am Stadttheater in Riga, wo er die Oper „Rienzi“ komponierte. Lesen Sie mehr darüber und gewinnen Sie neue Eindrücke von Lettland!

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ÖLM-Reisen 2017: Reisen mit Freunden


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Lettland – Das Herz des Baltikums 2. bis 8. August 2017    
In der kommenden Reisesaison bietet die Österreichische Landsmannschaft allen Mitgliedern und Freunden wieder mehrere Reisen an, preisgünstig, wie sie kein gewerblicher Reiseveranstalter führt. Das gilt auch für die Ziele und besonders für die Begegnungen im Laufe der Reisen.

 

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Eckartschrift 227: Das Wartburgfest 1817


Bruno Burchhart: Das Wartburgfest 1817. Eckartschrift 227, 112 Seiten, reich bebildert, € 9,20

Das burschenschaftliche Treffen auf der in der Mitte Deutschlands gelegenen Wartburg vom 18. Oktober 1817 war die erste gesamtdeutsche Studentenversammlung. Mit seinen „Grundsätzen und Beschlüssen“ wurde der Grundstein für die demokratische Zukunft Deutschlands gelegt.

Revolutionär war die Forderung nach „Bürgerlichen Freiheiten“: Meinungs-, Rede-, Pressefreiheit sowie Glaubens-, Lehr- und Lernfreiheit. Diese Rechte waren zu Zeiten des neuen fürstlichen Absolutismus ab 1815 ebenso utopisch wie die rechtliche Verankerung von der Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetz.

Das reich bebilderte Buch beschreibt die Vorgeschichte, die geistigen Wurzeln und den Verlauf des mit Eisenacher Bürgern gefeierten Festes der Burschenschafter. Es weist auf die gegenwärtig wieder drohenden Gefahren für die erst 101 (!) Jahre nach 1817 in den Verfassungen der deutschen Republiken sowie später in der EU beschlossenen Grundrechte hin. Diese haben übrigens fast den gleichen Wortlaut wie 1817; der Textvergleich am Buchende zeigt dies.

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Eckartschrift 226: Die „deutsche Frage“


Mario Kandil: Die „deutsche Frage“. Deutschland von der Adenauerzeit bis zur Wiedervereinigung (1945/49-1989). Eckartschrift 226, 112 Seiten, reich bebildert, € 9,20

Diese Eckartschrift 226 beschreibt die Zeit zwischen 1945 und den 1980er Jahren, geht also der „Sternstunde 1989“ (ES 217) von Fred Duswald und Ulrike Raich voraus. Der Historiker Dr. Kandil bringt uns Deutschland nach dem Zusammenbruch und der Vierteilung durch die Alliierten nahe sowie Deutschlands Ringen um Anerkennung und ein einigermaßen souveränes politisches und wirtschaftliches Handeln.

Dazu gehörten auch die Bewältigung der Gebietsverluste und die Eingliederung von 12 bis 14 Millionen Volksdeutschen, die Heimführung der letzten rd. 10.000 Kriegsgefangenen aus Moskau – für diesen Erfolg steht das Titelbild mit Bundeskanzler Konrad Adenauer und der dankbaren Soldatenmutter vom September 1955 am Kölner Flughafen.

Daneben behandelt der mit vielen Farbbildern versehene Band das Verhältnis zu Polen mit dem Kniefall in Warschau, zur UdSSR, zu den USA und zur „DDR“, vom Mauerbau bis zum Mauerfall.

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